Wernigerode. " Mit jeder Ebene erobert man sich einen neuen Blick ", staunt Frank Schmidt.

Wernigerodes Gartenamtsleiter besucht als Jurymitglied der Gemeinschaftsaktion Michaela Rosenthal am Burgberg 7. So einen Hof wie ihren, hat er eigenem Bekunden nach noch nicht gesehen. Immerhin : Es mögen gut 20 Meter Höhenunterschied sein, die es gilt, bis zum Pfad am Wald hoch droben zu bewältigen.

Unterwegs gibt es für den Betrachter jede Menge zum Schauen und Staunen. Denn jede Terrasse hat ihren eigenen Charme, lobt Schmidt. Oleander (" ein pausenloser Blüher "), Muschelzypresse, Steinkraut, Kapuzinerkresse, aber auch in Kübeln gezogene Tomaten. Den Lavendel, rät der Experte, möge die Eigentümerin der blühenden Oase " im Spätsommer richtig runterschneiden, damit er beim ersten Schnee nicht auseinanderfällt ". Und : " Den fasst man im Frühjahr nicht mehr an. "

Und weiter unterwegs sprießen Horthensien neben einem Schneeball, immer wieder verschwenden Wiesenblumen ihre Farbenpracht in Gelb und Lila. Besonders eine uralte Nestfichte hat es Frank Schmidt angetan. Sie wächst äußerst langsam und ist sehr wertvoll, erläutert der Fachmann.

Seit 1970 lebt Michaela Rosenthal in dem Fachwerkhaus am Burgberg 7. Der Hof ist ihr Werk. " Das ist schon eine Menge Arbeit ", gesteht sie ein. Frank Schmidt mit Blick auf die steile Lage formuliert es drastischer : " Das hier ist eine echte Schinderei. "

Eine allerdings, die immer wieder aufs Neue belohnt wird. Auf dem Gipfel angelangt, bietet sich ein Panoramablick über Wernigerode, bis Ilsenburg auf der einen und dem Zwölfmorgental auf der anderen Seite. Dazu " grüßt " direkt in der Mitte der Brocken.