Tosenden Beifall gab es für den "Zirkus Kassandra" in Wienrode. Hauptakteure in der Manege waren allerdings die Mädchen und Jungen der benachbarten Förderschule.

Wienrode. "Manege frei!", hieß es zu Wochenbeginn auf dem Sportplatz der Förderschule in Wienrode. Denn anstatt die Schulbank zu drücken, wurden die Mädchen und Jungen der Klassen 1 bis 9 zu echten Clowns, Zauberern, Seiltänzern, Artisten und Tierdompteuren ausgebildet. Und das im Schnellverfahren.

"Ab 8.30 Uhr studierten die Schüler ihre verschiedensten Übungen und Programmteile ein. Um 12 Uhr war Generalprobe und am Abend die Vorstellung", zeigte sich Schulleiterin Christa Hartmann richtig stolz auf ihre Schützlinge. Denn nahezu alle hatten sich an diesem lange vorbereiteten Projekt beteiligt. Und jene, die selbst nicht direkt in der Manege standen, halfen beim Auf- und Abbau mit.

Für Christa Hartmann war das Zirkusprojekt ein wichtiger pädagogischer Baustein im Schuljahr. "Innerhalb von Projektgruppen lernen die Schüler nicht nur gemeinsam die Zirkuswelt kennen, sondern auch vieles von - und miteinander. Sie müssen aufeinander hören, Hilfen geben, Rücksicht nehmen, aber auch Ängste überwinden", so die Schulleiterin.

Doch Angst merkte das Publikum niemandem an. Ganz im Gegenteil: Der Spaß an den einzelnen Programmteilen war den Kindern sichtlich anzumerken. Und diese Freude sprang auch auf das Publikum über. Die Eltern, Großeltern, Geschwister und Mitschüler quittierten jede Einlage mit riesigem Applaus – ob die Tänze der Cheerleader, die Späße der kleinen und großen Clowns, die Turnübungen, Reifenjonglagen oder die Auftritte mit Tauben, Hunden und einem Lama.

Christa Hartmann richtete ein großes Dankeschön an ihre Kollegen und an die Eltern für die große Unterstützung, aber vor allem an die Sponsoren, ohne deren finanzielle Hilfe das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Ihr besonderer Dank geht an Andreas Leonhardt von einer Ostharzer Großküche, Simone Münzner von einem Einkaufsmarkt am Regensteinsweg und an André Lüderitz von der Linkspartei. Seine Landtagsfraktion hatte aus ihrem Solidarfonds 300 Euro bereitgestellt. Von der Bundestagsfraktion der Linken gab es sogar weitere 300 Euro für dieses soziale Projekt.

 

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