Das Mutterhaus "Neuvandsburg" gehört mit seinen rund 300 Angehörigen und Mitarbeitern zu den wichtigen Einrichtungen in der Region. Es blickt auf 90 bewegte Jahre zurück – und in die Zukunft.

Elbingerode (gbr/bfa). "Stellen Sie sich vor, Sie wären 1921 nicht nach Elbingerode gekommen, dann wäre Elbingerode um vieles ärmer ..."

So begann Landrat Dr. Michael Ermrich sein Grußwort zur Festveranstaltung 90 Jahre Mutterhaus "Neuvandsburg". Und seine Aussage traf nach Meinung der Gäste "den Nagel auf den Kopf". Das Haus sei keinen Tag wegzudenken. Erinnert wurde an die Kindergarten-, Krankenhaus- und Entbindungsstation sowie an die vielen Frauen und Männer aus Elbingerode und Umgebung, die im Mutterhaus Arbeit fanden und finden. Und in der heute zum Haus gehörenden Fachschule werden zurzeit 80 Altenpfleger und 42 Sozialassistenten ausgebildet.

Dies alles war Grund genug für ein buntes Fest mit "Tagen der Begegnung". So mit dem herzlich begrüßten Chor des Janusz-Korczak-Gymnasiums aus Wiecborg in Polen, dem einstigen Vandsburg.

Zum vielfältigen Festprogramm gehörten auch Zeit-Bausteine, mit denen die Entwicklung des Hauses von der Weimarer Republik durch Nazizeit und DDR in die Demokratie veranschaulicht wurden. "Gott hat uns bewahrt, und so widmen wir ihm unsere Arbeit", resümierte Oberin Anita Rost erfreut. Zugleich wurden Ausblicke auf die weitere Arbeit gegeben. So ist das Gäs-tehaus "Eiche" ans Krankenhaus verkauft worden, es nimmt die Verwaltung beider Einrichtungen auf. Das Feier-abendheim "Waldesruh" in Königshütte werde wegen unerfüllbarer Brandschutzauflagen geschlossen, hieß es. Leider hätten dadurch acht freie Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Die Gästeeinrichtungen in Binz/Rügen und Ra-then/Sächsische Schweiz sollen aber weitergeführt werden.

Für die Gästearbeit in Elbingerode stehe die Modernisierung in "Haus Birke" an, und die missionarische Arbeit in Moskau werde ausgebaut.

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