Schackensleben (car) l Nach dem Wohnhausbrand in Schackensleben am Mittwoch sind die Brandursachenermittler noch nicht viel weiter gekommen. Joachim Albrecht erläuterte als Polizeisprecher, dass erst noch Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen am Gebäude notwendig waren, damit die Brandursachenermittler bei ihrer Arbeit nicht gefährdet werden. Diese Sicherung erfolgte gestern, so dass die Ermittlungen heute fortgesetzt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Kripo lag eine Brandausbruchstelle im Hausanschlussraum.

Die letzte Feuerwehr hat am Donnerstag um 12.46 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Nach mehr als 27 Stunden Gesamteinsatzzeit. Kreisbrandmeister Kai Pluntke hat während seiner Zeit als Feuerwehrmann einen Wohnhausbrand in dieser Dimension noch nicht erlebt. Er vermutet, dass es vielen der Kameraden vor Ort ebenso ging. Dennoch haben alle, nach Einschätzung Pluntkes, ihre Aufgaben gut gemeistert: "Während der Zeit, in der ich vor Ort war, lief die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren gut ab."

Dieser Großeinsatz von 75 Kameraden aus 14 Feuerwehren hat aber auch gezeigt, dass tagsüber in den Ortsfeuerwehren wenig Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Demzufolge mussten speziell Atemschutzgeräteträger auch aus der Niederen Börde angefordert werden. "Die Ausrückeordnung muss sicher nochmal überprüft werden", erklärte Kai Pluntke und brachte den vor einiger Zeit diskutierten Aufbau von Stützpunkt-Feuerwehren wieder ins Spiel. Bei solchen Szenarien mache es Sinn, einen derartigen Stützpunkt mitzualarmieren, um zügig auch schlagkräftige Einheiten vor Ort zu haben.

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