Der Countdown läuft. Am kommenden Freitag bereist eine international Jury die Hohe Börde. Sachsen-Anhalt hat die Gemeinde für den Europäischen Dorferneuerungspreis (EDEP) 2014 nominiert.

HoheBörde l Drei Stunden lang wird die von der Slowenin Marija Markes geleitete EDEP-Jury von der "Europäischen Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung Dorferneuerung" (ARGE) die Hohe Börde besuchen. Zur Jury gehören auch der Luxemburger Arno Frising und der Österreicher Nikolaus Kuen.

Seit Monaten bereitet sich ein Arbeitskreis mit Vertretern aus Verwaltung, Kommunalpolitik und Bürgerschaft der Hohen Börde auf den hohen Besuch vor. Von Landesseite wird zahlreiche Politprominenz - allen voran Landesagrarminister Hermann Onko Aeikens - die Delegation begleiten. Aeikens` Ministerium hatte die Hohe Börde für den EDEP-Wettbewerb 2014 nominiert. Auch der Verfasser der Demografiestudie und des Integrierten gemeindlichen Konzepts (IGEK) der Hohen Börde, der Hallenser Wissenschaftler Wolfgang Bock, begleitet den Tross.

Zum Auftakt des Besuches wird die Gemeinde ihre internationalen Gäste bereits am Donnerstagabend im Niederndodeleber Holunderkontor begrüßen und während eines Gespräches ihre Geschichte, Probleme, Erfolge und die Ziele in den kommenden Jahren erläutern.

Am Freitagvormittag geht es für drei Stunden mit dem Reisebus quer durch die Hohe Börde. Die Tour beginnt auf der Bebertaler Veltheimsburg und führt über 13 Stationen bis zum Zielort Hermsdorf. Eine vom Arbeitskreis zusammengestellte Handreichung für die Besichtigungstour stellt die besuchten Ortschaften in Bild und Text vor - mit Verweisen auf Besonderheiten der Dorfstruktur, ihrer Geschichte und des Dorflebens.

Jedes Dorf werden Kenner der Ortschaften während der Bustour beschreiben. Dazu zählen Ortsbürgermeister, Landwirte wie der Nordgermersleber Albrecht von Bodenhausen und der Mammendorfer Kay Brüggemann, Landfrauen wie Friederike Jarzyk-Dehne, der Irxleber Historiker Professor Mathias Tullner, der Geschäftsführer des Caritas-Gutes Glüsig Hans Könecke, Pfarrer, Vereinsvertreter und Kommunalpolitiker.

Im Fokus der Jury stehen vor allem Anstrengungen der Gemeinde, eine dauerhafte und sichtbare la¨ndliche Entwicklung mit Hilfe regionaler Partnerschaften und Aktionen anzukurbeln. Kriterien dabei sind unter anderem die Sta¨rkung der Identita¨t der Einwohner mit ihrer do¨rflichen Heimat, der Erhalt und der Ausbau standortgerecher Erwerbsmo¨glichkeiten, die Einbindung der Landwirtschaft, die Schaffung und Belebung regionaler Wirtschaftskreisla¨ufe sowie die o¨kologische Ver- und entsorgung.

Der Europa¨ische Dorferneu- erungspreis wird alle zwei Jahre durch die ARGE ausgelobt. 2014 heißt das EDEP-Wettbewerbsmotto "Besser Leben".

2004 konnte mit Ummendorf bereits eine Kommune aus Sachsen- Anhalt den Europäischen Preis erringen, als dritte deutsche Kommune u¨berhaupt. Ummendorfs Bürgermeister Reinhard Falke geht am Freitag mit auf Reisen durch die Hohe Börde.