Colbitz l Etwa 2000 Neugierige aus Nah und Fern zog es gestern zum Colbitzer Wasserwerk. Die Trinkwasserversorgung Magdeburg (TWM) hatte zum Tag der offenen Tür an die Quelle des kostbaren Heidewassers eingeladen. Neben Führungen durch die Wasseraufbereitungsanlagen hatten die Gastgeber nach alter Tradition ein tolles Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt auf die Beine gestellt.

Trinkwasser für mehr als 760000 Menschen

Viele Schaulustige nutzten das wunderschöne Sommerwetter zu einer Radpartie an die kostbare Quelle im Heidewald. Wie gewohnt stimmte in der ehrwürdigen Maschinenhalle ein brillantes Konzert des Kinder- und Jugendchores vom Magdeburger Hegelgymnasium auf den Festtag ein, den TWM-Geschäftsführer Alexander Ruhland feierlich eröffnete.

Das 1932 eröffnete Colbitzer Wasserwerk ist der größte Betrieb der Trinkwasserversorgung Magdeburg (TWM) und gehört zu den vier Hauptwasserwerken der TWM. Das Unternehmen versorgt 68 Städte und Gemeinden und damit etwa 760000 Menschen mit Trinkwasser.

"Die gewohnt verlässliche Wasserversorgung halten wir auch heute während dieses Tages der offenen Tür selbstverständlich ohne Einschränkungen aufrecht", betonte TWM-Sprecher Peter Bogelt und freute sich, dass mit der Colbitzer Freiwilligen Feuerwehr ein weiterer Partner aus der Region mit im Boot saß - so wie bereits seit Jahren der Colbitz-Lindhorster Mühlenverein, der Tourismusverband Colbitz-Letzlinger Heide und die Heideköniginnen. Gestern genoss die 17. Majestät Anne-Kathrin I. ein Schlückchen aus der Heidequelle.

Das Besondere am Colbitzer Heidewasser ist, dass es so gut wie gar nicht aufbereitet zu werden braucht. Es werden lediglich einige Eisen- und Manganbestandteile ausgefiltert und das Wasser mit Sauerstoff angereichert. Der Sand der Colbitz-Letzlinger Heide funktioniert wie ein Riesenfilter und sorgt für eine gleichbleibende Qualität, die die Besucher an der Wasserbar am Sonntag mit Sprudel schmecken konnten.

Gut angenommen wurde auch die seit 2010 von Peter Bogelt angebotene kindgerechte Wasserwerksführung für acht- bis zwölfjährige Kinder. Ein Renner dabei war wie immer beim Tag der offenen Tür der Besuch des lebenden Maskottchens - des Krokodils "Theophila".

In der alten Maschinenhalle luden Mitarbeiter der TWM und von Partnerfirmen wie dem WWAZ an ihre Experimentiertische, demonstrierten anschaulich, wie ein hoher Sicherheitsstandard des Trinkwassers garantiert werden kann.

Mit dem Kremser hinaus in den Lindenwald

Auf der großen Festwiese genossen die Besucher ein pralles Festprogramm. Die kleinen amüsierten sich mit Clowns und Kinderunterhaltern in schillernden Kostümen. Auf die Älteren wartete unter anderem eine Gemäldeausstellung im Foyer der Maschinenhalle. Für das musikalische I-Tüpfelchen sorgten ein Mal mehr die Stimmungskanonen vom Sax`n Anhalt-Orchester und brachten die gut gefüllte Festwiese zum Kochen.

Wem das ausgelassene Treiben auf der Festwiese zu viel wurde, auf den warteten Kremser am Rande der Festmeile. Hoch auf dem Wagen ging es hinaus in den Colbitzer Lindenwald, den größten seiner Art in ganz Mitteleuropa.

 

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