Schwerpunkte für die Gemeinden
Angern: Fortbestand eines Grundschulangebotes mit dem Schulförderverein als freier Träger
Burgstall : Ausbau des Radwegeangebotes in der Gemeinde, Sanierung der Ortsdurchfahrt Cröchern
Colbitz: Neubau eines Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr und Neubau einer Sporthalle
Loitsche-Heinrichsberg:
Bau einer Sporthalle in Loitsche sowie Umgestaltung der preußischen
Domäne in Heinrichsberg zu einer "neuen Mitte"
Rogätz: Bau einer Ohrequerung sowie einer Kleinsportanlage für die Grundschule
Westheide: Nachnutzungskonzept für die bisherige Grundschule einschließlich der Turnhalle
Zielitz: Umbau- und Anpassungsmaßnahmen im Bereich des mehrgeschossigen Wohnungsbaus

Loitsche l Monatelang haben die beiden Autoren - Wolfram Westhus und Dr. Wolfgang Bock - die Verbandsgemeinde Elbe-Heide bereist, haben alle Gemeinden und deren Ortsteile besucht, Fakten gesammelt, mit Entscheidungsträgern gesprochen. Herausgekommen ist das Integrierte Entwicklungskonzept, das die Ausgangssituation darstellt, die demografische Entwicklung beleuchtet, Anleitung zum Handeln bietet, Chancen und Risiken beleuchtet.

"Das IEK ist aber auch für die Gewährung von Fördermitteln wichtig", versicherte Dr. Wolfgang Bock bei der Vorstellung des Konzeptes den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates, "es gibt eine Empfehlung des Landesregierung, dass Gemeinden mit einem solchem Konzept eine bis zu zehn Prozent höhere Förderung bekommen." Bock spielte dabei auf den Förderzeitraum bis 2020 an, in dem rund 800 Millionen Euro ausgereicht werden sollen.

Bislang verfügen in Sachsen-Anhalt lediglich 15 Einheits- oder Verbandsgemeinden über ein IEK. Jetzt gehört die Verbandsgemeinde Elbe-Heide auch dazu.

Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU) regte an, dass das vorliegende Konzept in den einzelnen Gemeinderäten beraten werden soll. Schließlich finden sich darin für jede Mitgliedsgemeinde Handlungsschwerpunkte. Dieser Vorschlag wurde angenommen.

In dem Dokument werden Ausgangssituation und Entwicklungsziele für die bevölkerungsnahe Infrastruktur formuliert. Dahinter verbergen sich unter anderem Kitas, Grundschulen, Gesundheitswesen, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Feuerwehren, Kirchen und Friedhöfe. Auch die technische Infrastruktur - wie Straßen- und Wegenetz, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Breitbandversorgung oder öffentlicher Personennahverkehr - nahmen die Autoren unter die Lupe. Zu den Zielen gehört unter anderem, die so genannten Haltefaktoren für junge Menschen in ihrer Heimatregion zu stärken.