Wolmirstedt. Richtig glücklich sah Romana Reuper, Geschäftsführerin der Interessenvereinigung Jugendweihe, am Sonnabendnachmittag nicht aus : " Eigentlich sollte unsere 10. Berufsfindungsmesse im BFZ, die wir wie all die Jahre zuvor bestens vorbereitet hatten, etwas Besonderes sein. War sie sicherlich auch, doch der erwartete Zuspruch blieb aus. Dabei sollte man glauben, dass die angehenden Schulabgänger sich frühzeitig Gedanken darüber machen, was sie später einmal werden möchten. Ich denke, da stehen auch die Eltern in der Pflicht. " Aber diejenigen, die in die Triftstraße nach Wolmirstedt kamen, wurden bestens über Berufe in Handwerk und Industrie, im öffentlichem Dienst und bei der Polizei informiert. Das war zum Beispiel für Janes Sandhoff, 18 Jahre, der gegenwärtig in Magdeburg sein Fachabitur macht, ganz wichtig : " Denn ich habe noch keine Vorstellung davon, was ich nach meinem Schulabschluss machen werde. " Und so war er am Stand der Agentur für Arbeit genau richtig. Alrun Tech und Birgit Wetterau gaben nach einem informativen Gespräch dem jungen Mann ein Berufslexikon in die Hand, das dem Wolmirstedter bei der Suche helfen soll. " Der Besuch der Messe hat sich allemal gelohnt. Auch wenn ich mich noch nicht entschieden habe, so weiß ich doch, wohin der Weg gehen soll. Das Gesundheits- und Sozialwesen kommt meinen Neigungen am nächsten ", so der 18-Jährige.

Sebastian Blum und Jan Holze, beide 14 Jahre und im " Waldfrieden " in Loitsche zu Hause, kamen gemeinsam mit ihren Erziehern und ganz klaren Vorstellungen ins BFZ. Während Sebastian unbedingt einen Handwerksberuf in der Metallbranche anstrebt, will Jan Holze später einmal mit Tieren arbeiten. Sebastian wurde auch auf der Messe fündig, schließlich war der IFA-Maschinenbau Haldensleben mit Fachberatern vor Ort, standen zudem die Mitarbeiter von Avacon Rede und Antwort, suchen Mercedes-Benz in Magdeburg sowie das Kaliund Steinsalzwerk Zielitz Lehrlinge in der Metallbrache. Jan, dem im BFZ an diesem Tag nicht wirklich geholfen werden konnte, war dennoch nicht unzufrieden : " Für mich war der Besuch sehr informativ. " Seine Erzieherin. Diplom-Sozialpädagogin Martina Gopfert, war auch der Meinung, dass man mit den Jugendlich gar nicht früh genug mit der Berufsfindung beginnen kann. Zudem hatte sie einen Vorschlag : " Vielleicht sollte in Zukunft darauf Augenmerk gelegt werden, verstärkt Lehrstellen auch für Hauptschüler anzubieten, denn diese fehlen. "

Ein Gedanke, der auch von den Mitarbeitern des Hotels " Sokuwa ", sowie das Infomobil des Landeskriminalamtes Magdeburg und aprocas aus Barleben aufgegriffen wurde.