Die Sporthalle in der Gipfelstraße bietet seit kurzem auch Spitzenleistungen im umweltund energiebewussten Denken. Im November wurden über 30 000 Euro in eine neue Solaranlage investiert, zudem alle 60 Lampen mit Vorschaltgeräten versehen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen : In exakt 7, 8 Jahren hat sich die Anlage amortisiert.

Wolmirstedt. Wenn man jemandem aufs Dach steigt, so besagt der Volksmund, dann verheißt dies meist nicht Gutes. Ganz anders im Falle der Sporthalle der Leibniz-Sekundarschule in der Gipfelstraße. Da wurde im November kurzfristig in hochinnovative Technik investiert, damit auf lange Zeit richtig viel gespart werden kann.

" Nach nur 7, 8 Jahren hat sich die Anlage bereits amortisiert, fährt sie dann nur noch Gewinn ein ". Das zumindestens verspricht Dirk Baensch, Sachgebietsleiter Hochbau, schließlich hat er die Baumaßnahme " Energetische Sanierung der Sporthalle " von Anbeginn begleitet.

Möglich wurde die Investition, dabei handelt es sich um eine Solaranlage mit acht Kollektoren, weil kurzfristig Fördermittel flossen. " Es gibt im Land ein Gesetz zur Umsetzung von Zukunftsinvestitionen ", erläutert der Sachgebietsleiter, " und das gewährt Zuwendungen im Rahmen der Schulinfrastrukturpauschale für kummnunale Schulträger. Und so ist die Stadt Wolmirstedt fündig geworden. "

Für die Solaranlage in der Gipfelstraße 17 – mit einem Gesamtvolumen von 30 000 Euro – flossen Fördermittel in Höhe von 90 Prozent. Der Eigenmittelanteil aus dem Haushalt der Stadt beträgt lediglich zehn Prozent. "

Vor Ort erläutert Dirk Baensch die Technik, die erst vor zwei Wochen in Betrieb genommen wurde, und wartet zugleich mit einer Erfolgsmeldung auf : " Obwohl es im Dezember nur wenige Sonnenstunden gab, lief die Anlage bereits auf Hochtouren, wurden auf den Kollektoren Temperaturen von über 40 Grad gemessen. " Diese Sonnenenergie wurde und wird genutzt, um die Sporthalle zu heizen, sorgt zudem für Warmwasser. Die Verfahrensweise ist ganz einfach, wie der Fachmann erklärt : " Die Sonnenstrahlen erwärmen ein Fluid im Kollektor. Übersteigt die Temperatur diejenige im Warmwasserspeicher, steuert die Solarregelung den Transport des Fluids zu einem Wärmetauscher. Dieser überträgt im Warmwasserspeicher die Wärme auf das Trinkwasser. Durch den Schichtladespeicher entsteht so schnell sonnenerwärmtes Trinkwasser, das zum Duschen genutzt werden kann. " Davon profitiert nicht nur die Schule, sondern auch die Sportvereine, die die Halle nutzen.

Das ist aber nicht die einzige energiesparende Maßnahme, die an der Sporthalle in jüngster Zeit vorgenommen wurde. So gab es im Zuge der Bauarbeiten eine Umrüstung der gesamten Beleuchtung in der Gipfelstraße. Die Sporthalle hat 60 Lampen. Durch den Einbau von Vorschaltgeräten wird jetzt ein optimaler Betrieb bei großer Flexibilität ermöglicht. Und die Rechnung scheint offensichtlich aufzugehen, denn damit werden jährlich nicht weniger als 1200 Euro Energiekosten gespart.