Feuerwehrverband Köthen-Zerbst/Anhalt

Vorstandswahlen: Drei Jahre nach Bildung des Feuerwehrverbandes Köthen-Zerbst/Anhalt waren jetzt reguläre Vorstandswahlen vorzunehmen. Zum Verbandsvorsitzenden wurde Tobias Möhsner aus Trebbichau (Osternienburger Land) gewählt. Möhsner ist 29 Jahre alt und seit Verbandsgründung Verbandsjugendwart.

Der neue Vorsitzende ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Micheln (Zugführer).Der gelernte Landmaschinenmechaniker studiert derzeit Landwirtschaft in Bernburg.

Möhsner: "Ich möchte, dass die Verbandsarbeit und die Interessenvertretung auf hohem Niveau erhalten bleibt. Allerdings hinterlässt unser bisheriger Vorsitzender Siegfried Schellin sehr große Fußstapfen. Diese auszufüllen, wird nur zusammen mit den Städten und Gemeinden und natürlich den Feuerwehrkameraden gelingen, was ich mir natürlich sehr wünsche."

Jütrichau l Der Feuerwehrverband Köthen-Zerbst/Anhalt hat einen neuen Vorstand. Der 29-jährige Tobias Möhsner aus Trebbichau (Osternienburger Land) führt den Verband für die nächsten vier Jahre an. Die Verlängerung der Wahlperiode von bislang drei auf vier Jahre war von der Delegiertenversammlung am Sonnabend in Jütrichau beschlossen worden. Möhsner wird von drei Stellvertretern im geschäftsführenden Vorstand unterstützt. Zur Wahl standen Gerald Liesche (Stadt Südliches Anhalt), Kerstin Zehle aus Deetz (sie war am Sonnabend entschuldigt abwesend) und Hans-Uwe Räck (Aken). Räck ist als einziger auch Mitglied des alten Vorstandes. Hans Wink (Jütrichau) und Siegfried Schellin (Güterglück) traten aus Alters- und persönlichen Gründen nicht erneut an. Räck erklärte, seine gesundheitliche Verfassung habe sich deutlich gebessert, so dass er nun doch kandidierte. Alle Vorstandsmitglieder wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Zugleich gab es herzliche Worte an den scheidenden Vorstand, insbesondere den bisherigen Vorsitzenden Siegfried Schellin. Landrat Uwe Schulze (CDU) überreichte eine Dankes- urkunde. Schellin habe den Verband ins Laufen gebracht und die unverzichtbare Interessenvertretung der Zerbst-Köthener Feuerwehren bei anderen Institutionen und in der Landespolitik sichergestellt.

Schellin selbst bilanzierte im Rechenschaftsbericht eine stets gute Zusammenarbeit mit den Stadt- und Gemeindewehrleitern sowie den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden. Über den Verband sind die Feuerwehrkameraden im Ausbildungs- und Einsatzdienst über die Feuerwehrunfallkasse sozial abgesichert. Der Vorstand ist im Rahmen eines Vertrages mit der Öffentlichen Versicherung Sachsen-Anhalt bei nicht-dienstlichen Veranstaltungen abgesichert (Floriansvertrag).

Schellin erklärte, die fünf Orts- und Gemeindewehrleiter sollten künftig als reguläre, stimmberechtigte Mitglieder im Vorstand tätig sein können. Dem folgte die Versammlung mit einer entsprechenden Satzungsänderung.

Die abgelaufene Verbandswahlperiode hatte auch die Problematik des finanziell angeschlagenen Landesfeuerwehrverbandes zu behandeln. Schellin dankte insbesondere den Kommunen, dass sie über eine anteilige Mitfinanzierung der Außenstände für einen Fortbestand des Dachverbandes sorgten. Zugleich forderte er das Land auf, die Feuerschutzsteuer künftig zur Hälfte direkt den Städten und Gemeinden zu übergeben und dem Landesfeuerwehrverband mindestens ein Prozent abzugeben.

Schellin kritisierte die Entwicklung des Umgangs mit der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge. Hier fallen Lehrgänge plötzlich ersatzlos aus. "Der Nachholbedarf in der Ausbildung von Führungskräften ist nicht zu übersehen", warnte der scheidende Vorsitzende. Einzelnen Feuerwehren drohe bereits das Aus, weil jeweils ausgebildete Führungskräfte fehlen.

Der Feuerwehrverband Köthen-Zerbst hat aktuell 2549 Mitglieder. Der Verband förderte 2013 mit 11 000 Euro den Ankauf von 300 Winter-Einsatzbekleidungen für die Jugendwehren. Das Geld stammt von Sponsoren (Kreissparkasse), Landkreis, Städten und Gemeinden.