Wie verhalte ich mich bei einem Unfall, einem Brand oder einer Verletzung? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mädchen und Jungen der Güterglücker Förderschule in dieser Woche. Unter dem Motto "Was tun?" wurde der Donnerstag zum lehrreichen "Katastrophentag" ausgerufen.

Güterglück. Verschiedene Experten von außen trugen zu einer gelungenen Premiere bei, bei der die Förderschüler anschaulich erfuhren, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. An sieben Stationen erwarteten die Kinder und Jugendlichen viele praktische Übungen. Ausgestattet mit einem Laufzettel begaben sie sich selbstständig auf Erkundungstour.

Einzig bei der Ortsfeuerwehr Güterglück schauten die Mädchen und Jungen klassenweise vorbei. Die Kameraden präsentierten und erläuterten nicht nur die Ausrüstung ihres Löschfahrzeugs. Sie demonstrierten ebenfalls, dass sich ein Ölbrand im Gegensatz zu einem Holzbrand nicht mit Wasser löschen lässt. Das aufflammende Feuer war der einprägsame Beweis.

Um Spurensicherung ging es unter anderem bei den Beamten der Polizei. Die Schüler erlebten, wie man Fingerabdrücke nimmt, aber auch, wie sich eine Verhaftung mit Handschellen anfühlt. Sogar in die mehrere Kilo schwere Schutzbekleidung durften sie mal schlüpfen.

Ehe sie sich versahen, besaßen die Mädchen und Jungen eine blutende Wunde. Und das nicht etwa, weil das DRK mal wieder eine Blutspende durchführte, sondern weil sie dort in Verbandstechniken unterwiesen wurden. Unterdessen übten die Schüler bei den Vertretern der DLRG an einer Puppe Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Auch die stabile Seitenlage und das korrekte Absetzen einen Notrufs wurden ihnen vermittelt. Ein Videofilm vertiefte die frisch erworbenen Kenntnisse.

Damit ihnen gar nicht erst ein Unfall passiert, trainierten die Erst- bis Sechstklässler das sichere Fahren mit der Fahrrad. Dazu hatte die Gebietsverkehrswacht einen Hindernisparcours in der Turnhalle aufgebaut, bei dem die Kinder über eine Schräge, durch eine Acht und einen Slalom radeln mussten, bevor eine Gefahrenbremsung zu machen war.

An einer weiteren Station ließen sich die Schüler messen und wiegen, um ihren Body-Maß-Index zu bestimmen. Auch konnten sie hier ihre körperliche Fitness testen. Vor und nach einer sportlichen Runde Seilspringen oder Strecksprüngen wurde dazu ihr Puls gemessen.

Am Ende mussten die Mädchen und Jungen bei einem Wissenstest zeigen, was sie gelernt haben. Die Preise für die Besten hatte die Unfallkasse Sachsen-Anhalt gesponsert. Ihr gilt der Dank der Schule genauso wie allen Experten, die halfen, den Projekttag zu gestalten.

Für den Mittagsimbiss sorgte der Güterglücker Gastwirt Moritz Schwerin. Um das leibliche Wohl kümmerten sich ebenfalls die Neuntklässler, die im Vorfeld die Sani-Kästen der Schule kontrolliert und neu bestückt hatten. Zudem präsentierten sie zum Auftakt des "Katastrophentages" einen Square Dance, während die Erst- bis Viertklässler den Fliegertanz aufführten.

   

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