• 24. Juli 2014


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Aktion "Biene sucht Bauer und Winzer"


Imker-Paten für jungen Landwirt

28.06.2011 05:34 Uhr |


Von Thomas Drechsel


Kurz Schulz (91) schenkt Hannes Schwabe aus Lübs ein Bienenvolk und verspricht dem Jung-Imker Rat und Hilfe zu jeder Frage. Schwabe hat nunmehr bereits zwei Völker, denn auch Imkervereinsvorsitzender Manfred Werner hat ihm eines geschenkt. "Dafür meinen tiefen Dank", so Schwabe gestern. Er möchte neben der Feldwirtschaft im väterlichen Betrieb dieses Hobby sehr gern ausüben.

Kurz Schulz (91) schenkt Hannes Schwabe aus Lübs ein Bienenvolk und verspricht dem Jung-Imker Rat und Hilfe zu jeder Frage. Schwabe hat nunmehr bereits zwei Völker, denn auch Imkervereinsvorsitzender Manfred Werner hat ihm eines geschenkt. "Dafür meinen tiefen Dank", so Schwabe gestern. Er möchte neben der Feldwirtschaft im väterlichen Betrieb dieses Hobby sehr gern ausüben. | Foto: Thomas Drechsel Kurz Schulz (91) schenkt Hannes Schwabe aus Lübs ein Bienenvolk und verspricht dem Jung-Imker Rat und Hilfe zu jeder Frage. Schwabe hat nunmehr bereits zwei Völker, denn auch Imkervereinsvorsitzender Manfred Werner hat ihm eines geschenkt. "Dafür meinen tiefen Dank", so Schwabe gestern. Er möchte neben der Feldwirtschaft im väterlichen Betrieb dieses Hobby sehr gern ausüben. | Foto: Thomas Drechsel

"Biene sucht Bauer und Winzer" - der Slogan inspirierte Hannes Schwabe. Der 29-jährige Jung-Landwirt aus Lübs nutze diese bundesweite Aktion, um Kontakt zu den Zerbster Imkern zu bekommen. Seit gestern hat er zwei eigene Völker Honigbienen.

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Zerbst/Lübs. Kurt Schulz hilft gern und mit Freude. Der 91-jährige Zerbster ist Gärtner mit Leib und Seele, verbringt nahezu jeden Nachmittag im 2000 Quadratmeter großen Garten. Hier wächst alles prächtig, und mittendrin steht ein Bienenwagen. Seit 1964 hält Schulz Bienen. "Um die 15 Völker hatte ich immer", erzählt er gestern. "Die Biene ist wichtig in der Natur. Sie verdient Respekt und Zuwendung. Sie ist eigenwillig, man kann ihr nichts aufzwingen."

Zwischen Mitte April und Ende Juni, wenn alles blüht, "dann lohnt sich die Imkerei. Ansonsten ist sie das ganze Jahr über mehr oder weniger Arbeit. Aber auch ein schönes Hobby", erzählt Schulz. "Ich habe immer meine Freude daran gehabt."

Dasselbe wünschte Kurt Schulz gestern dem Lübser Hannes Schwabe. Gerade den Abschluss Bachelor of Engineering an der Hochschule Anhalt in Bernburg erworben, will der 29-Jährige nunmehr im landwirtschaftlichen Betrieb des Vaters tätig werden. "Das ist ein reiner Ackerbaubetrieb. Klarer Fall, beim Stichwort Feldwirtschaft ist man schnell bei den Bienen." Schon in Kindertagen hatte Schwabe Kontakt zu Bienen. "Mein Opa hat welche gehalten. Irgendwie sind sie mir vertraut."

Solche jungen Leute sucht neben dem Deutschen Bauernverband auch der Deutsche Imkerbund. Dem einen ist der Bienenbestand zu klein geworden, dem anderen fehlt es an Nachwuchs in der Mitgliederschaft. Daraus erwuchs die Aktion "Biene sucht Bauer und Winzer". Auch der Bund der Deutschen Landjugend hat ein großes Interesse daran, junge Leute für die Imkerei zu begeistern. Allen Beteiligten geht es darum, die jeweils eigenen Auffassungen mit dem Blick des anderen zu sehen und zu verstehen. Imker sind mit mancher Fruchtfolge unzufrieden, Landwirte unterschätzen die Notwendigkeit der Bienen und sind - im Gegensatz zur Landwirtschaft vor 1990 - kaum mehr behilflich, wenn der Bienenwagen in Position gebracht werden oder umziehen müsste.

Kern der Aktion ist es, deutschlandweit 500 Imkerpaten zu gewinnen, die ein Bienenvolk zur Verfügung stellen, vor allem aber dem Jung-Imker das neue "Handwerk" beibringen. "Ich habe mich direkt an den Vorsitzenden des Imkervereins Zerbst gewandt. Er war sofort bereit für eine Patenschaft und hat mir auch gleich selbst ein Bienenvolk zur Verfügung gestellt", erzählt Schwabe. Neben dem Vereinsvorsitzenden Manfred Werner hat er nun seit gestern zusätzlich Kurz Schulz als Imker-Paten. "Das ist absolut erstaunlich, wie gut Herr Schulz auf seinem Grundstück und vor allem bei den Bienen alles im Griff hat, obgleich er bereits 91 Jahre alt ist", staunt Schwabe gestern, als das Volk reiserfertig übergeben wurde.

"Das macht man doch unter Hobby-Freunden", wehrt Schulz jeden weiteren Dank ab. Größter Lohn, das war zu spüren, ist Schwabes Art, sich der Imkerei zu nähern. "Sie kommen in gute Hände", mag Schulz erkannt haben. Tagtäglich fährt er bei Wind und Wetter quer durch die Stadt hinaus zu dem Gartengrundstück, das er 1961 gemeinsam mit seiner Ehefrau als Acker erwarb. 1964 wurde er Mitglied im Zerbster Imkerverein, drei Monate später begann er mit der Imkerei. Offenbar haben ihn das Gärtnern und Imkern und die gute Ehe jung gehalten. Hannes Schwabe hört gut zu: Vielleicht erfährt er ja dasselbe Glück.



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Copyright © Volksstimme 2014
Dokument erstellt am 2011-06-28 05:34:38
Letzte Änderung am 2011-06-28 05:34:38

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von sigfrid2 am 23.07.2014, 18:16 Uhr

Sicher sollte der Gartenverein und die Stadt ihre Informationspolitik überdenken. Doch ganz so wie der Gartenpächter Moser die Situation mit "enteignet" und Weiterverkaufsverbot beschreibt, ist sie ja nun nicht. Schließlich gehörte die Gartenfläche den Gärtner nicht und war nur von der Stadt gegen einen Pachtzins gepachtet. Bei den genannten Summen geht es ja nur um das Invetar, dass die Pächter auf die Parzelle gestellt haben und für das sie vielleicht von einem Nachnutzer gerne Abstand hätten. Zu einen haben die Gartenfreunde dieses auch Jahre lang nutzen können und zum anderen hindert sie niemand daran, dieses bei Aufgabe an jemanden zu veräußern, der es abbaut und zu einer anderen Gartenanlage mitnimmt. Selbstabholer finden sich da sicher für die verschiedensten Dinge, von Gartenmöbeln über Gehwegplatten. Und umso besser, wen n der Rückbau so stattfindet. Erspart es doch Abriss- und Entsorgungkosten für die Allgemeinheit und verringert auch die eventuell umzulegenden Kosten für die ehemaligen Pächter.

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