Magdeburg l Das Magdeburger Ordnungsamt warnt vor rumänischen Personen, die sich derzeit in der Magdeburger Innenstadt als Spendensammler ausgeben. "Auf schlecht kopierten Papierblättern werben sie um angebliche Spenden für Handicap International", heißt es in einer Mitteilung. Dabei würden die Personen vorgeben, taubstumm zu sein und zugunsten taubstummer Menschen Geld zu sammeln.

"Das Ordnungsamt rät dringend davon ab, diesen Personen Geld oder Unterschriften zu geben, weil damit weder die genannte Organisation noch wohltätige Zwecke unterstützt werden. Stattdessen wird das Geld von den angeblichen Spendensammlern einbehalten", heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Personen seien zwischen 18 und 35 Jahre alt und gehören zu einer Gruppe, die vor allem im Breiten Weg (auch vor Karstadt), in der Ernst-Reuter-Allee sowie am Hauptbahnhof und am City Carré aktiv seien. "Wer von diesen Personen um Spenden gebeten wird, könne sich beim Ordnungsamt melden, um die weitere Arbeit der Ermittler zu unterstützen. Hinweise und Rückfragen zu diesem Thema nehmen Andreas Ferkau (Tel. 03 91/5 40 20 82) und die Mitarbeiter der kostenlosen Hotline des Stadtordnungsdienstes (Tel. 0800/5 40 70 00, E-Mail: stadtordnungsdienst@madgeburg.de) entgegen. Das Ordnungsamt bedankt sich bei allen, die durch ihre Hinweise die Ermittlungen unterstützen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Betrugsfällen. Die falschen Spendensammler sind dabei nur eine von vielen Maschen, wie Kriminalrätin Ilona Wessner von der Magdeburger Polizei berichtet. So sind beispielsweise etwa bundesweit Fälle bekannt geworden, bei denen gut gekleidete, seriös auftretende Personen, die sich als Manager, Bankmitarbeiter ausgaben, Personen an Tankstellen ansprachen, und um Hilfe baten. Sie behaupteten, dass sie ihre Brieftasche vergessen hätten oder ihre Kreditkarte nicht funktioniert und Gefragte doch bitte das Geld ausleihen sollen. Es erfolgt dann die Übergabe einer professionell aussehenden Visitenkarte und das Versprechen, das Geld so bald wie möglich zurückzuzahlen. "Leider sah bisher keiner der Betroffenen sein Geld wieder", sagt Wessner.

Bei einer anderen Masche, sind vor allem ältere Damen betroffen. So sei es mehrfach vorgekommen, dass aus einem Auto heraus nach dem Weg gefragt wurde, zum Beispiel nach dem nächsten Krankenhaus. Antworten Sie, steigt jemand aus dem Auto aus und will etwas schenken. In Wirklichkeit entwenden die Betrüger in dieser Situation Schmuck und Bargeld.

Bei einer anderen Masche, die Leser der Volksstimme schilderten, breiten Unbekannte eine Stadtplan aus und fragen nach dem Weg. Vor allem Personen, die auf dem Tisch Wertgegenstände liegen hatten, passierte das. Während sich die Unbekannten den Weg erklären ließen, entwendeten sie die Wertgegenstände.