Deutschland gegen Frankreich. Der Fußballklassiker flimmerte gestern Abend auch über die Großbildleinwand am Kleinen Stadtmarsch. Mittendrin - ich, der Fußballfan und Volksstimme-Reporter Peter Ließmann.

17:45 Uhr: Auf der Strombrücke geht alles nur in eine Richtung, zu den Großbildleinwänden im Stadtpark. Vom Mückenwirt schallen Fußballfan-Gesänge über die Elbe.

17:58 Uhr: Der Max-Wille-Platz vor dem großen Public-Viewing-Bildschirm ist voll. Die deutsche Mannschaft läuft im Maracana-Stadion ein, aus Magdeburg wird ihnen zuapplaudiert - und an der Elbe ist es gefühlt fast so heiß wie in Rio.

18:03 Uhr (Ortszeit): Anpfiff! Gespannte Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiter an den Bierständen haben erst einmal Pause. Alles guckt Fußball.

18:10 Uhr: Erste große Chance für die Deutschen. Das Fußball-Volk auf dem Max-Wille-Platz setzt schon zum Jubel an ... aber das hat in Rio noch nicht geklappt. Schöner Live-Effekt: Aus den Lautsprechern neben der Bühne hört man jeden Tritt gegen den Ball in Rio.

18:15 Uhr: Leichte Entspannung bei den Magdeburger Fans. Die ersten trauen sich schon wieder an die Bierbude.

18:16 Uhr: Tooor!!! Die Magdeburger Fans sind zum ersten Mal aus dem Häuschen. Fahnenschwenken, Jubelrufe, Konfetti ... "Bitte den Spielstand", kommt es aus den Lautsprechern der Bühne und die Fans antworten gerne. "Bitte!" "Danke!"

18:40 Uhr: In Rio legen die Spieler eine kurze Trinkpause ein, Grund genug, das Bier auf dem Max-Wille-Platz zu testen. Ja, es hat die richtige kühle Temperatur, der Preis stimmt und abgestanden ist es auch nicht.

18:48 Uhr: Halbzeit. Es läuft gut in Rio für die Deutschen, oder auch nicht, oder doch oder was? Die Fans diskutieren den Spielverlauf.

19:03 Uhr: Es geht weiter. Alle sind gespannt, wie Frankreich reagieren wird.

19:15 Uhr: Frankreich wird gefährlicher, auf dem Max-Wille-Platz macht sich Anspannung breit. Immer wieder Applaus für Manuel Neuer: "Wenn wir den nicht hätten." Und die Franzosen lassen nicht locker.

19:30 Uhr: Den Kindern unter den Zuschauern wird es langsam langweilig. Sie spielen lieber selber Fußball mit allem, was man wegschießen kann. Bei den Erwachsenen beginnt jetzt das Bangen und Zittern. Nur ein Tor Vorsprung, das ist nicht gerade komfortabel für die Deutschen. "Ein Tor noch, nur eins ..." kann man in den Gesichtern der Fans lesen.

19:47 Uhr: Oh nein, vier Minuten Nachspielzeit, die Magdeburger können es nicht fassen.

19:51 Uhr: Das Spiel ist aus. Sieg! Der Max-Wille-Platz tobt vor Glück. Die Fans jubeln, umarmen sich. Einige übergießen sich sogar mit Bier. Und das Lied wird angestimmt: "Fiiiiiinaaaale, oho ..."

20:10 Uhr: Ein Glück, auf dem Hasselbachplatz ist wieder Autokorso!

 

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