Magdeburg (ha) l Die Kleingärtner vom Verein "Am Ring" bangen weiter um ihre Schollen. Die MVB wollen für die Verlängerung der zweiten Nord-Süd-Trasse quer durch ihre Anlage bauen, die Parzellen stehen dem im Weg und müssen im Fall der Fälle weichen. Um dies zu verhindern, engagieren sich die Laubenpieper vielfältig.

So haben sie u.a. auch eine Petition eingereicht, mit der sich der entsprechende Ausschuss des Landtags in der vergangenen Woche beschäftigt hat. Zuvor war der Vorsitzende, Hans-Joachim Mewes, vor Ort, um sich eine eigene Meinung zum geplanten Bauvorhaben bilden zu können. Anhand der ihm vorliegenden Pläne für den Trassenverlauf sei dies aber nicht möglich gewesen, sagte er der Volksstimme. "Mir fiel es schwer, die geplante Trassenführung nachzuvollziehen", erklärte er. So seien auch mehrere Privatgrundstücke davon betroffen.

Auch die übrigen Ausschussmitglieder konnten mit dem vorliegenden Material keine Entscheidung zur Petition der Kleingärtner treffen, so dass beschlossen wurde, sie zunächst "zu schieben". "Wir haben Unterlagen von der Stadt und der MVB angefordert", erklärte Hans-Joachim Mewes den Beschluss. Die aktuelle Trassenführung, alle entsprechenden Stadtratsbeschlüsse sowie der Flächennutzungsplan sollen nun vorgelegt werden. Dann kommt die Petition erneut auf den Tisch und ein möglicher zweiter Vor-Ort-Termin in Betracht. Dabei handele es sich eher um Wochen als Monate. "Wenn bis Mitte Oktober nichts vorliegt, werden wir Druck machen", sagte Mewes.