Magdeburg l Kann der Fischmarkt am Petriförder in den Elbauenpark umziehen? Das möchte der Stadtrat per Beschluss von der Verwaltung wissen. Und die Antwort lautet: Nein. Die Weiße Flotte GmbH habe in den vergangenen Jahren mehrere Standorte für den Fischmarkt getestet. Im Bereich des Elbauenparkes wurde ein Standort auf dem Parkplatz an der Tessenowstraße ausprobiert. Dieser sei jedoch "wegen geringen Besucherinteresses und daraus resultierender Händlerabsagen nicht weiter genutzt" worden, heißt es in der Information des zuständigen Beigeordneten Rainer Nitsche. Die Veranstaltung innerhalb des Elbauenparkes würde nach Einschätzung der Weißen Flotte GmbH an den Kosten wie Eintrittsgeld und Miete scheitern. Ein weiterer praktischer Versuch, auf dem Messeplatz "Max Wille" einen Sonntagsmarkt zu etablieren, führte ebenfalls nicht zum erhofften Erfolg.

Bewährte Methode

Für die Camper am Petriförder bedeutet das, dass sie wohl auch in Zukunft rücken müssen, wenn an maximal zwei Sonntagen im Monat dort der Fisch- bzw. der Tuchmarkt stattfinden.

Die Camper würden rechtzeitig informiert und könnten den Bereich zumindest eingeschränkt nutzen, berichtet Nitsche weiter. Die Wohnmobile können im hinteren Abschnitt auf Höhe des Guericke-Zentrums geparkt werden, während Gäste, die an diesem Tag abreisen, ihre Wohnmobile auf den Parkplätzen oberhalb des Petriförders abstellen können. Am Sonntag anreisende Besucher parken ebenfalls zunächst dort und ziehen dann nach Ende des Marktes auf den Campingplatz um. "Dieses Verfahren hat sich in jahrelanger Praxis bewährt", berichtet Nitsche.

Dennoch erkenne die Verwaltung das Anliegen des Antrages an und werde dies bei der Planung für innerstädtische Flächen weiterverfolgen.

Neben der Verlegung des Fischmarktes sollte auch geprüft werden, ob die Ausschilderung und Zuwegung zum Wohnmobilstellplatz verbessert werden kann. Eine Ausschilderung des Platzes sei jedoch aufgrund förderrechtlicher Rahmenbedingungen nicht möglich. Hier droht gegebenenfalls die Rückforderung von Fördergeld.

Das letzte Wort über die Ergebnisse, die die Verwaltung zusammengetragen hat, ist auch noch nicht gesprochen. Die Informationsvorlage wird am Donnerstag, 29. Januar, im Ausschuss für Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und kommunale Beschäftigungspolitik diskutiert werden. Anschließend wird sie am Donnerstag, 19. Februar, im Stadtrat thematisiert.