Magdeburg (rs) l Im Mittelpunkt des 45-minütigen Films steht das Jahr 2014 mit Streifzügen durch die Elbestadt in den vier Jahreszeiten. Aber wer die Filme der Videowerkstatt kennt, weiß, dass es nicht nur um die Natur und die Schönheiten Magdeburgs geht. Die vier Jahreszeiten werden vielmehr zum Leitfaden für einen historischen Streifzug durch die Landeshauptstadt, der doch immer wieder in die Gegenwart des Jahres 2014 mündet.

Auf ihrem Weg treffen die Filmemacher die preußische Königin Luise und erzählen die bewegte Geschichte des Denkmals und des Ortes, an dem es steht, das Frühjahr mit dem 8. März wird zum Anstoß, an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 95 Jahren zu erinnern und daran, dass 1919 5 Frauen in das Stadtparlament einzogen. 2014 waren es immerhin schon 12.

Sie besuchen den Fürstenwall mit dem Denkmal für Friedrich Friesen, der 1784 in Magdeburg geboren wurde. Die Filmemacher durchwandern die Kulturparkinsel von der Salzquelle zur Rotehornspitze. Sie erinnern an die Generalmobilmachung am 1. August 1914, an den Bau der Mauer und den Fall der Mauer.

Der Film ist wie alle anderen Filme der Videowerkstatt auch eine Hommage an Magdeburg, eine Stadt, in der so vieles im Fluss war und ist, und in der überraschenderweise auch so vieles gleich geblieben ist.

Anhand zahlreicher Geschichten, Fotos und historischen Filmmaterials wird die Geschichte Magdeburgs der letzten 150 Jahre wieder lebendig, immer vor dem Hintergrund deutscher Geschichte, die in Magdeburg ihre Spuren hinterließ.

Und sogar die Filmmusik ist selbst gemacht: Erhart Haase, ehemaliger Musiklehrer, hat seine filmschaffenden Kollegen dieses Mal nicht mit selbstkomponierter Musik unterstützt, aber doch mit Neu-Arrangements bekannter Melodien, die er selbst eingespielt hat. Von den ersten Ideen über die Recherche, das Verfassen des Drehbuchs über die Dreharbeiten und die Postproduktion hat es ein Jahr gebraucht, in dem sich die fünf Filmemacher, die alle zwischen 1927 und 1950 geboren wurden, regelmäßig getroffen haben.

Unter der Leitung von Kurt Gehrmann, der lange Redakteur und Regisseur beim Fernsehen der DDR war, ist "Magdeburg in den vier Jahreszeiten" bereits der 15. Film, den die betagten Filmemacher vorlegen. Alle wurden und werden stets mit starker Zuschauerresonanz im Programm des Offenen Kanals gesendet. Natürlich wird auch der neue Film im Programm des Offenen Kanals ausgestrahlt. Wann, wird allerdings noch nicht verraten, denn schließlich wünschen sich die Mitglieder der Filmwerkstatt für die Premiere viele Zuschauer mit sicherlich interessanten Gesprächen und Erinnerungen im Anschluss.

Der Eintritt ist frei. Die Premiere erfolgt im Sitz des offenen Kanals in der Olvenstedter Straße 10. Um Anmeldung unter 7391327 wird gebeten!