Dessau-Roßlau (dpa) l Das Umweltbundesamt warnt vor einer zu schnellen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit chemischen oder biologischen Mitteln. "Diese Bekämpfung wirkt nicht nur auf den Schädling, sondern tötet unbeabsichtigt auch andere Lebewesen. Zuerst sollte geprüft werden, wo und ob der Befall toleriert werden kann", erklärte der Vizepräsident der Behörde, Thomas Holzmann.

Eine chemische oder biologische Bekämpfung in Eichenwäldern dürfe nur vorgenommen werden, wenn durch den Kahlfraß der Raupen ein Absterben ganzer Waldbestände drohe. Statt einer Bekämpfung könnten vom Menschen wenig genutzte Gebiete vorübergehend abgesperrt werden, hieß es.

Die kleinen Tiere bilden Brennhaare aus, die an Kleidung und Schuhen haften bleiben können. Beim Menschen lösen sie einen starken Juckreiz aus.