Für einen radikalen Schritt entschied sich 2005 die hessische Landesregierung: Sie fusionierte die Unikliniken Gießen und Marburg und verkaufte sie für 112 Millionen Euro an die Rhön-Klinik AG. Das Land erhoffte sich dadurch eine dauerhafte finanzielle Entlastung.

Heute gilt die Privatisierung als gescheitert. Statt der erhofften Gewinne hat der Rhön-Konzern in den beiden vergangenen Jahren Millionen-Defizite eingefahren. Mit dem Land gab es langwierige Rechtsstreitigkeiten um Investitionen. Und nach den massiven Protesten von Beschäftigten und Lokalpolitikern sind auch die Patientenzahlen zurückgegangen.