Quedlinburg (dpa/tw) I Sachsen-Anhalts Linke will es den Thüringern nachmachen und steuert eine Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl 2016 an. "Von Thüringen lernen heißt kämpfen lernen", sagte die Landesvorsitzende Birke Bull am Samstag bei einem Parteitag in Quedlinburg. Für den Landtagswahlkampf wolle ihre Partei keine "Wunschanbaupläne" vorlegen, sondern konkrete Vorschläge samt Ideen zur Finanzierung. Es solle das berücksichtigt werden, was die Menschen im Land bewege. Mit dem bisherigen Kurs der CDU/SPD-Koalition drohe auf dem Land das Licht auszugehen angesichts von Schulschließungen, Ärztemangel und Reduzierung von Bahn- und Busverbindungen. Bull kritisierte zudem Sparmaßnahmen bei Kultur und Bildung.

Zum Erfolg der Linken in Thüringen hat aus Sicht des Vize-Fraktionschefs der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, ihr geschlossenes Auftreten beigetragen. Alle hätten frühzeitig hinter Bodo Ramelow gestanden - er wünsche sich, dass das in Sachsen-Anhalt ähnlich rechtzeitig vor der Landtagswahl 2016 geschehe, sagte Bartsch am Samstag beim Parteitag der Linken in Quedlinburg. Wichtige Faktoren für den Erfolg sind aus seiner Sicht die Verankerung der Partei in der Kommunalpolitik und das frühzeitige Erheben von Forderungen. Das tue Sachsen-Anhalts Linke mit ihrem Leitantrag beim Parteitag.