Die Landeshauptstadt hat am Sonnabend mit einer Meile der Demokratie gegen den Aufmarsch von Neonazis protestiert. 1200 Rechte waren durch das nördliche Stadtzentrum gezogen, während in der Innenstadt 10000 Magdeburger für Demokratie warben.
Magdeburg l Die befürchteten Krawalle sind weitgehend ausgeblieben. Die Polizei hatte mit einem Aufgebot von 2000 Beamten aus sieben Bundesländern die linken und rechten Gruppen bei ihren Demonstrationen voneinander trennen können. Dennoch meldete die Polizei nach dem Einsatz 13 leicht verletzte Beamte sowie die vorläufige Festnahme von 22 Demonstranten aus der linken und einem aus der rechten Szene. Sie müssen nun mit Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Versammlungsrecht rechnen. Der Aufzug der Rechten war mehrfach mit Sitzblockaden, unter anderen von Gegendemonstranten in KZ-Häftlingskleidung, gestoppt worden. Ein Polizeisprecher stufte den Tag den Umständen entsprechend als weitgehend friedlich ein. Anlass für die Aufmärsche ist der heutige 67. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg.
Den schwersten Angriff auf Polizeibeamte hatte es am Abend außerhalb der Demonstrationen gegeben. Als die Polizei aus Sicherheitsgründen eine Gruppe linker Demonstranten nach Stadtfeld begleitete, wurden die Beamten unvermittelt aus einem Wohnhaus mit Sanitärkeramik und Blumentöpfen beworfen. Eine Betonplatte aus dem fünften Stock verfehlte nur knapp einen Polizisten. "Wäre der Beamte von dieser Platte getroffen worden, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit tödliche Verletzungen erlitten", sagte Polizeisprecher Frank Küssner. Die Staatsanwaltschaft habe daraus den Tatverdacht des versuchten Totschlags begründet. Zwei Rechtsanwälte konnten die 40 Bewohner des Hauses nach dem Angriff dazu bewegen, das Gebäude freiwillig zu verlassen. Eine Identifizierung des Betonplattenwerfers war jedoch nicht möglich, so die Polizei.
Nach der Meile der Demokratie mit 10000 Besuchern gedenkt die Stadt Magdeburg heute offiziell des Bombenangriffs von 1945. Am Abend gibt es mehrere Gedenkkonzerte. Um 21.28 Uhr läuten alle Kirchenglocken, dem Zeitpunkt, als vor 67 Jahren der Luftangriff begann. Seite 3
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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