Kfz-Versicherung
Erhöht der Versicherer den Beitrag, gibt es ein Sonderkündigungsrecht. In der Regel können Kfz-Versicherungen zum 31. Dezember gekündigt werden, bis zum 30. November muss das Schreiben bei der Versicherungsgesellschaft eingetroffen sein. Es empfiehlt sich, das per Einschreiben zu tun. Zuvor sollten die Tarife verschiedener Versicherer verglichen und Angebote eingeholt werden. Dies bieten beispielsweise die Verbraucherzentralen sowie die Stiftung Warentest gegen Gebühr an.

Magdeburg l Für die meisten Autofahrer in Sachsen-Anhalt könnte die Versicherung fürs Auto im kommenden Jahr preiswerter werden. Denn in acht von 14 Zulassungsbezirken sinken die Regionalklassen für die Voll- und Teilkaskoversicherungen (siehe Tabelle). Das gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt bekannt. Die Regionalklassen sind ein wichtiges Merkmal bei der Errechnung der Versicherungsbeiträge. Sie spiegeln wider, wie viele und teure Schadensfälle es im vergangenen Jahr gab. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, die Teilkasko 16 und die Vollkasko neun Klassen.

Magdeburger müssen allerdings damit rechnen, dass die Versicherungsprämie fürs Auto teurer wird, zumindest bei der Kfz-Haftpflichtversicherung. Denn die Landeshauptstadt wurde eine Klasse höher gestuft und liegt im kommenden Jahr bei sechs. Jährlich ist sie um eine Stufe höher geklettert, 2012 war sie noch bei drei. Dafür sank Magdeburg um eine Klasse in der Vollkasko.

Stendal bleibt bei Teilkasko hoch eingestuft


Weiterhin hoch eingestuft in der Teilkaskoversicherung bleibt der Landkreis Stendal. Er liegt in der Klasse 12, die höchste ist 16. Alle anderen Landkreise mit solch hoher Einstufung liegen in Bayern, die höchste Klasse erreicht das Ostallgäu mit 15. Eine Erklärung dafür konnten auf Volksstimme-Nachfrage weder GDV-Pressesprecherin Kathrin Jarosch noch die Allianz liefern. Wie Jarosch erläuterte, seien ganz allgemein die Diebstahlshäufigkeit, das Hochwasser- und Unwetterrisiko sowie Wildunfälle wichtige Einflussfaktoren in der Kaskoversicherung. Die Zahlen, aus denen die Regionalklassen errechnet würden, stammten direkt von den Versicherern, so Jarosch. Bundesweit gab es nur wenig Veränderungen bei den Regionalklassen. Für fast 74 Prozent der Autofahrer bleibt alles beim Alten, jeweils rund 13 Prozent der Fahrzeuge werden herauf- oder heruntergestuft, meldete der GDV. Besonders niedrige Einstufungen gab es in Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die höchsten bei der Haftpflicht haben München, Hamburg, Berlin und Wiesbaden.

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