Leipzig ( ddp ). Waschmaschinen verbrauchen oftmals weit mehr Strom und Wasser als die Hersteller angeben. Das berichtet das Verbrauchermagazin " Umschau " des MDR. Grund sei, dass die Herstellerangaben auf einem standardisierten Prüfverfahren fußten, das zwar die Maschinen vergleichbar mache, aber mit der täglichen Waschpraxis in den Haushalten wenig zu tun habe. Dies sei ein ähnliches Problem wie der Benzinverbrauch bei Autos. Auch dort werde ein Mittelwert errechnet, der mit der Fahrpraxis kaum etwas zu tun habe, so der MDR.

So setze beispielsweise das Prüflabor eine Umgebungstemperatur von 23 Grad voraus, die aber in kaum einem Waschkeller erreicht werde. Auch hänge niemand seine Schmutzwäsche zunächst 24 Stunden auf bei einer konstanten Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent. Zudem gehe das Testverfahren von konstanten pH-Werten und Wasserhärten aus, die es in der Praxis auch nicht gebe.

Beim Test fiel eine Siemens-Maschine mit der größten Abweichung beim Stromverbrauch auf : Statt der angegebenen 0, 45 Kilowattstunden ( KWh ) pro Waschgang verbrauchte sie 0, 83 KWh. Beim Wasserverbrauch lag eine Bauknecht-Maschine 52 Prozent über den Angaben : Statt mit 45 Litern wusch sie mit 68, 3 Litern.