Essen - Ihr Name ist Programm: Aus Primus, dem lateinischen Wort für den Ersten, leitet sich der Name der Primeln ab. Die Frühlingspflanzen erblühen bereits zum Winterende hin im Februar im Garten oder an der Fensterbank.

Die Becherprimel (Primula obconica) ziert den Wohnraum - und das anders als viele andere Arten wochenlang bis weit in den Sommer hinein. Sie stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen Südost- und Ostasiens. Daher mag die Pflanze auch einen hellen und kühlen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, idealerweise an einem Nordfenster. Je kühler es ist, desto länger blüht sie, erläutert das Blumenbüro in Essen. Gut sind 10 bis 20 Grad Raumtemperatur.

Hobbygärtner sollten sie regelmäßig mit lauwarmem, kalkarmem Wasser gießen und zwar so regelmäßig, dass ihr Wurzelballen nicht austrocknet. Staunässe muss vermieden werden. Zwischen Februar und April wird alle zwei Wochen gedüngt, das unterstützt die Blüte der Pflanze. Im Sommer kann sie ins Freie umziehen. Da sie aber nicht winterhart ist, sollte sie vor den ersten Frösten im Herbst wieder ins Haus kommen.

Primeln sind natürlich auch etwas für den Garten. Diverse Arten - etwa Kissen-Primeln (Primula acaulis) und die Schlüsselblume (Primula elatior) - lassen sich bereits bei kaltem Winterwetter pflanzen, allerdings sollte der Boden nicht gefroren sein. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Bei Temperaturen von weniger als minus zwei Grad sollten ein paar Lagen Zeitungspapier die Blüten vor der Kälte schützen. Grundsätzlich vertragen die Pflanzen aber leichten Frost.