Für Maro Engel wird jedes Rennen der ersten DTM-Saison ein Highlight - zum Beispiel der Auftakt als Mercedes-Heimspiel.

Maro Engel wird 2008 so hart kämpfen müssen wie schon lange nicht mehr. Nach seinem Vize-Titel in der britischen Formel-3-Meisterschaft steigt der 22-Jährige für seine Rookie-Saison in der DTM zum ersten Mal in einen Tourenwagen und muss sich gleich gegen harte Konkurrenz zur Wehr setzen. In den baugleichen C-Klassen des Jahrgangs 2007 sitzen unter anderem Gary Paffett und Ralf Schumacher.

"Mir ist es lieber, in einer hart umkämpfen Meisterschaft zu fahren anstatt in einer Serie, in der mein leicht gewinnen kann", erklärte Engel gegenüber der adrivo Sportpresse. Besonders intern sei das Niveau sehr hoch, weil Mercedes in dieser Saison fünf Jahreswagen einsetzt, so der gebürtige Münchner weiter. "Es wird eine schwere Saison, aber genau das ist die Herausforderung, die ich möchte."

Eine weitere Herausforderung ist der Umgang mit den vielen Fans im DTM-Fahrerlager. "In der Formel 3 hatten wir garantiert nicht so viele Zuschauer wie in der DTM", so Maro Engel. "Ich war letztes Jahr schon bei zwei DTM-Rennen zu Besuch und weiß was mich erwartet. Aber je mehr Fans kommen, desto besser - niemand will Rennen fahren, zu denen keiner kommt. Ich finde die Fannähe in der DTM schön...das macht die Serie aus."

Ein kleiner Nachteil könnte die mangelnde Streckenkenntnis sein, denn im Gegensatz zu vielen Kollegen ist Engel in den letzten Jahren auf einigen der elf Strecken selten bis gar nicht gefahren. "In Hockenheim bin ich zum letzten Mal 2003 beim Auftaktrennen der EuroSerie gefahren. Trotzdem freue ich mich auf das erste Rennen, da es gleich ein Heimspiel für Mercedes ist und sicher etwas ganz Besonderes wird."

Wenn in Hockenheim zum ersten Mal die Karten auf den Tisch gelegt werden, wird sich Engel auch mit Ex-Kollegen messen müssen. "Es gibt einige Fahrer, die ich aus früheren Serien sehr gut kenne. So war Oliver Jarvis zum Beispiel mein Teamkollege in der Formel-3-Saison 2006", berichtete der Mercedes-Pilot. Wo genau er steht, weiß Engel noch nicht. Bei den Testfahrten habe man die Priorität auf das eigene Programm gelegt und sich nicht um die Zeiten der anderen Teilnehmer geschert. Eines kann Engel aber mit Überzeugung behaupten: "Ich freue in diesem Jahr auf elf Rennen. Für mich wird jeder Lauf ein Highlight!"

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH