Für Sekundenbruchteile durchdrehende Räder am Start sowie ein untersteuerndes Auto verhinderten Timo Scheiders den ersten Sieg.

Zwar platzten auch beim 75. Anlauf die Siegträume Timo Scheiders trotz einer überlegen herausgefahrenen Pole Position. Mit Platz zwei trug Scheider mit relativer Leichtigkeit dennoch zum guten Mannschaftsergebnis der Ingolstädter bei - und fuhr nach der langen Wartezeit auf seinen ersten Podestplatz die zweite Silbermedaille in Folge ein. "Ein super Ergebnis, eine sensationelle Teamleistung. Dass wir einmal so einschlagen auf dem Mercedes-Terrain Hockenheim, hätte ich nie geglaubt", zeigte sich Timo Scheider selbst überrascht von der Audi-Performance.

Dass er seine Pole Position nicht umsetzen konnte, erklärte der Abt-Pilot gegenüber der adrivo Sportpresse so: "Mein Auto war auf jeden Fall gut genug für den Sieg - doch den habe ich am Start an Eki verloren. Das erste Anfahren war noch sehr gut, danach habe ich ein wenig Wheelspin bekommen. Deshalb kam Eki an mir vorbei." Im Folgenden konnte Scheider den Speed seines schwedischen Teamkollegen zwar mitgehen, sah aber keine wirklich Überholchance.

Die gewählte Fahrzeugbalance machte dem Zweitplatzierten einen Strich durch die Rechnung. "Ich hatte mein Auto etwas untersteuernd abgestimmt, denn ich dachte, dass das später bei abbauenden Hinterreifen der Schlüssel zum Erfolg ist", erläutert Timo Scheider, aber nachdem ich hinter Mattias war, habe ich festgestellt, dass so Hinterherfahren in den schnellen Passagen nicht möglich war. Die Vorderreifen hatten zu schnell abgebaut." Auch rennstrategisch sah Scheider keine echte Chance.

"Auch beim Boxenstopp gab es keine Chance vorbeizukommen. Im ersten Durchgang habe ich sogar leicht Boden verloren, den ich wieder gutgemacht habe, als Eki auf Bernd Schneider aufgelaufen ist", erwähnt eine kurzzeitige Aufholjagd, die jedoch ebenso wenig zum Erfolg führte: "Danach konnte ich jedoch auf Grund meiner rutschenden Vorderachse nicht mehr attackieren..."

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