Burg (rte/bjr) l Auf dem Papier liest sich die Paarung "Kreisligist aus der Westaltmark" gegen "Burger Nordligist" wenig spektakulär. Doch bedenkt man, dass der SV Oebisfelde IV mit regionalligaerfahrenen Akteuren gespickt bis ins HVSA-Achtelfinale vordrang, dürfte klar sein, was den Gästen der SG Fortschritt Burg in der morgigen Partie des Handball-Nordcups ab 15 Uhr für eine Herkulesaufgabe bevorsteht.

Die Burger gehen also ungeachtet der Ligazugehörigkeit als Außenseiter in die Partie und können befreit aufspielen. Mit einer Liga-Siegesserie von zuletzt sechs Spielen im Rücken reisen die Ihlestädter jedoch auch nicht völlig ohne Selbstvertrauen an die Aller. "Klar liegt die Favoritenrolle nicht bei uns, aber wir sehen dieses Spiel als Highlight zum Abschluss dieses erfolgreichen Jahres 2014. Wir werden unser Spiel durchziehen und schauen, was am Ende dabei herauskommt", schätzt Fortschritt-Trainer Hendrik Kurth realistisch ein.

Aus der Rolle des "Underdogs" heraus liebäugelt seine Sieben mit einem Überraschungserfolg und will so zum Favoritenschreck avancieren. Sollten die Burger ihre gewohnt starke Deckung aufs Parkett der Hans-Pickert-Halle bringen und im schnellen Umschaltspiel einfache Tore erzielen, bestehen berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen.

Noch ein weiterer Vorteil liegt morgen auf Seiten der Gäste: Die SG Fortschritt kommt direkt aus dem Ligabetrieb, dürfte nicht mit "Rhythmusstörungen" zu kämpfen haben. Der SVO IV hingegen absolvierte sein vorerst letztes Pflichtspiel am 19. Oktober. "Die Oebisfelder werden sicher gut eingespielt sein. Aber den Nachteil, dass sie kaum nennenswerte Herausforderungen haben, könnten wir ausnutzen. Und damit ganz nebenbei auch dieser Farce ein Ende setzen", zeigt sich Kurth kämpferisch.