Die Landesklasse-Fußballer vom SV Olympia Schlanstedt haben am Sonnabend das Endrundenturnier um den Hasseröder Pokal des KFV Harz gewonnen. Platz zwei ging an den SV Langenstein, Dritter wurde der SV Blau-Weiß Schwanebeck.

Halberstadt l Seit der Saison 2010/2011 werden zwei getrennte Wettbewerbe für die Teams der Landesklasse und Harz- oberliga (Hasseröder Pokal) bzw. Harzliga und Harzklasse (Debeka Pokal) ausgetragen. Bei den höherklassigen Mannschaften hatten nur sieben Mannschaften ihr Interesse angemeldet. Um den Titel spielten aber nur sechs Teams, da Eintracht Derenburg kurzfristig zurückgezogen hatte. "Ich kann es nicht verstehen, dass Mannschaften, die gemeldet haben, nicht spielen" so Lothar Allwardt, Vorsitzender Spielausschuss des Kreisfachverbandes und Turnierleiter.

Er und die etwa 120 zahlenden Zuschauer sahen ein insgesamt niveauarmes Turnier, es gab aber auch einige Licht- blicke, denn etwa nach der Hälfte der absolvierten Spiele wurde es dynamischer und interessanter. In den 15 Spielen wurden nur 43 Treffer erzielt. Am Ende sicherte sich mit dem SV Olympia nicht nur der Favorit, sondern auch die spielstärkste der sechs Mannschaften den Hallenmeistertitel. Olympia blieb in seinen fünf Turnierspielen ohne Gegentor. Die anderen fünf Mannschaften waren mehr oder weniger ausgeglichen. Zweiter wurde der SV Langenstein, der die Blau-Weißen aus Schwanebeck auf Rang drei verwies. Vierter wurde Concordia Harzgerode. Ein Lob geht an den Titelverteidiger Fortschritt Veckenstedt, der nur mit fünf Spielern anreiste und sich teuer verkaufte. Mit etwas Glück hätte er auch weiter vorn landen können.Ohne Punkt und eigenen Torerfolg belegte der FSV Sargstedt den sechsten un d letzten Platz. Die junge Mannschaft des FSV zeigte aber gute Ansätze und hatte mit Julian Matlach einen super Techniker in ihren Reihen.

Die Begeisterung über das Geschehen auf dem Spielparkett hielt sich beim Staffelleiter der Harzoberliga, Hansi Kunze, in Grenzen. Er sprach in seinem kurzen Fazit sogar von "wenig Niveau, einem lahmen Beginn und Standfußball. Keine Mannschaft war überragend. Erst gegen Ende wurde es kämpferisch etwas besser. Ich würde mir zudem wünschen, wenn einige Spieler mehr Zurückhaltung bei den Schiedsrichterentscheidungen üben."

Die Siegerehrung nahmen nach fast vier Stunden Hallenfußball Hansi Kunze, Schatzmeister Eckhard Ohlhoff und Cornelia Kriese, die Vorsitzende des Sportgerichts des KFV Harz, vor. Sie überreichten dem neuen Hallenmeister den Siegerpokal und die Gold- medaillen, Silber ging an den SV Langenstein und Bronze an Blau-Weiß Schwanebeck. Über die Ehrung als bester Torschütze konnte sich Martin Jost (Concordia Harzgerode) freuen.

Ob es die Hallenmeisterschaft des KFV Harz in dieser Form noch lange geben wird, kann bezweifelt werden. Zumindest Kunze sieht Handlungsbedarf: "Das System der Endrunde muss überdacht und attraktiver werden", meinte er. Auch Schwanebecks Übungsleiter Frank Kaiser favorisiert in Zukunft einen gemeinsamen Wettbewerb, "damit die Qualität wieder steigt. Es ist auch schade, wenn man vor halbvoll besetzten Rängen spielt."

 

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