Stendal (fko/ckr) l Auf Einladung des Bundestrainers im Ringen hat ein Techniklehrgang stattgefunden. Kevin Lucht vom RSV Stendal 07 durfte daran teilnehmen. Direkt danach wurde beim Sichtungsturnier das Gelernte überprüft. Der Stendaler belegte den fünfte Platz. Das ist insgesamt eine sehr gute Leistung.

Kevin Lucht trainiert mittlerweile an der Hallenser Sportschule. Das nächste große Ziel ist für den Altmärker die Deutsche Meisterschaft im April.

Zur Vorbereitung auf die nationalen Titelkämpfe fand ein Lehrgang in der Ringerhochburg Schifferstadt statt. Die Einheiten wurden an drei Tagen ausgetragen.

Fast 60 Ringer aus dem Kadetten- und Juniorenbereich (15 bis 20 Jahre) waren aus ganz Deutschland angereist. Das Ringen unter wettkampfnahen Bedingungen gegen andere Gegner als üblich stand oft auf dem Programm.

Das dient dem Kennenlernen anderer Kampfstile und ermöglicht seine eigenen taktischen Planungen zu variieren. Das Feststellen der Abschlussbelastung im Kraft-Ausdauer-Bereich verlangte vieles von den Teilnehmer ab.

Immerhin wollten sich alle Kampfsportler möglichst teuer verkaufen. Die Schulung von Techniken kam natürlich auch nicht zu kurz.

So wurden gezielt Grundlagen, Angriffsvorbereitungen und -weiterführungen beim Beinangriff geübt.

Nach dem Lehrgang ging es für Lucht wie auch für viele weitere Teilnehmer weiter nach Ladenburg zu den Offenen Baden-Württemberg-Meisterschaften der Junioren.

Über 200 Ringer aus dem ganzen Land sorgten für ein hohes Niveau auf den Matten. Lucht ist 17 Jahre alt und gehört somit zu den jüngeren Startern.

Das Turnier sollte als Standortbestimmung vor der DM dienen und war von Bundestrainer als Sichtungsturnier ausgeschrieben.

Lucht trug sich in der Gewichtsklasse bis 84 Kilogramm in die Wettkampflisten ein. In der ersten Begegnung traf der er auf den Lokalmatadoren und späteren Bronzemedaillengewinner Dzhambulat Gadzhiev vom ASV Landenburg. Der Stendaler musste sich der Erfahrung seines Kontrahenten geschlagen geben und verlor technisch unterlegen. In der folgenden Wettkampfrunde erhielt Lucht ein Freilos. Er musste nicht antreten, während sich seine Gegner weiter eliminierten.

In der nächsten Auseinandersetzung machte Lucht kurzen Prozess. Er schulterte Lars Reichert (ASV Möckmühl) noch in der ersten Runde. Im Poolfinale gegen Benjamin Opitz (RV Thalheim) ließ sich der Altmärker den Kampfstil des Sachsen aufdrängen - dieser punktete sicher. Lucht verließ technisch unterlegen die Matte. Somit zog er in das Finale um den fünften Platz ein. Hier traf er auf Manuel Läufer (SV Eschbach 1967). Lucht rang verbissen und setzte seine Techniken durch. Nach sechs Minuten stand es aber 3:11 und Lucht war Verlierer nach Punkte. Dadurch belegte er den sechsten Rang von zehn Teilnehmern.

In Anbetracht des starken ringerischen Niveaus und der bis zu drei Jahre erfahreneren Gegner weiß Lucht sich realistisch einzuschätzen: "Ich kann zufrieden sein. Die kleinen Chance, die sich um Kampfverlauf ergeben, muss ich sofort ausnutzen, weil ich nicht viele Möglichkeiten erhalten. Das werde ich intensiv weiter trainieren."