Von Thomas Wartmann

Tangermünde. Am Sonn-abend haben die Frauen des Tangermünder LV das Unglaubliche wahr gemacht. Sie schlugen in eigener Halle im Relegationsspiel den Tabellendritten der Landesliga-Süd und schafften den Aufstieg in die Landesoberliga. Das ist der größte Erfolg einer altmärkischen Damenmannschaft.

Entsprechend gelöst wurde nach dem Tiebreak-Krimi auch gefeiert. Die ersten Flaschen Sekt wurden direkt in der Halle geköpft.

Bevor es soweit war, hatten die Tangermünderinnen ein schweres Stück Arbeit vor sich. Sechs Wochen nach dem letzten Spieltag in der Landesliga wurde noch einmal alles von ihnen gefordert. Gerade eine Woche blieb im Vorfeld, um sich auf das Spiel vorzubereiten. Die Kondition schien ein Problem zu werden. Und wurde sie auch. Nach zwei gewonnen Sätzen lief beim TLV nicht mehr viel. Es schien sich eine bittere Niederlage anzubahnen. Mit einer Energieleistung im Tiebreak drehten die Tangermünderinnen aber einen 3:9-Rückstand in ein 14:12 und hatten Matchbälle. Der erste war eigentlich schon gewonnen. Der Ball sprang vom gegnerischen Block ins Aus. Libera Juliane Buhk, völlig fokussiert, hörte die Rufe ihrer Mitspielerinnen nicht, sah nur den Ball und holte ihn zurück. Der Punkt ging an Halle und das Spiel weiter. Der nächte Ball saß, der Rest war Jubel. Nach der ersten Runde in der Halle ging es bei der Saisonabschlussfeier bis in den frühen Morgen mit der Party weiter.