Sudenburg (emü). Die Verbandsliga-Fußballer des MSV 90 Preussen haben den Abstand zur Tabellenspitze auf vier Punkte verkürzt. Grund dafür ist der 3:0 (0:0)-Sieg der Magdeburger am Freitagabend gegen den aktuellen Spitzenreiter SG Union Sandersdorf.

Dieses Spiel, bei dem Nils Oliver Göres und Kevin Knöfler mit einem Doppelpack die Tore erzielten, begeisterte die zahlreichen Zuschauer im Sudenburger Heinrich-Germer-Stadion. Trotz des böigen Windes, der immer wieder durch das Stadion fegte, zeigten beide Mannschaften ein Spiel auf sehr gutem Niveau, bei dem die Preussen, über die gesamte Spielzeit gesehen, das bessere Team waren und bei konsequenterer Ausnutzung ihrer Chancen sogar noch einen höheren Sieg hätten erzielen können.

Deutlich war ihnen der Siegeswille anzusehen, wurde mit Leidenschaft Fußball gespielt. Auch der Trainer der Magdeburger, Dirk Hannemann, war zufrieden, sprach hinterher von einem verdienten Sieg seiner Schützlinge. Bemerkenswert war auch die Fairness, die während des Spiels auf dem Rasen herrschte. Trotz aller Rivalität gab es keine versteckten oder gar bösartigen Fouls, hatte Schiedsrichter Alrik Luther (Halle) einen ruhigen Abend. "Ein sehr gutes Verbandsliga-spiel, bei dem sauber Fußball gespielt wurde, das hat heute Spaß gemacht", gab der Referee nach dem Abpfiff zu Protokoll.

Interessant ist ein Blick auf die Bilanz der Schwarz-Weißen bei ihren Heimspielen. In ihrem Programmheft "Preussen-Echo" wird ihr Stadion sogar als Festung bezeichnet. Grund dafür ist die Heimtabelle dieser Saison, in der von möglichen 33 Punkten, bei einem Torverhältnis von 24:9, respektable 30 Zähler gewonnen wurden.

Für die Preussen bietet sich jetzt die Gelegenheit, den Vorsprung von Sandersdorf noch weiter schmelzen zu lassen. Vorraussetzung dafür sind aber zwei Siege in den nächsten zwei Wochen. So müssen sie am nächsten Samstag beim Oscherslebener SC antreten, bevor sie am Ostersamstag mit dem FC Grün-Weiß Piesteritz einen weiteren Titelaspiranten zum Nachholspiel vom 16. Spieltag in ihrer "Festung" empfangen.

Die Verletztenliste der Magdeburger ist deutlich kürzer geworden, lediglich Alexander Siemke, der die interne Torschützenliste mit neun Treffern anführt, kann auf Grund einer Knieverletzung nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen.