Wulferstedt. Germania Wulferstedt hat zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Landesklasse, Staffel 3, eine klare 1:3 (0:3)-Niederlage in Osterwieck kassiert. Die Eintracht bot den Wulferstedtern vor allem in der ersten Halbzeit eine Lehrstunde in Sachen Fußball.

Einstellung und Einsatz der Germania-Kicker waren zweifelsfrei vorhanden, doch was der Kopf wollte, konnten die Beine nicht so recht umsetzen. Osterwieck war von Beginn an frischer, spritziger und ließ den Ball auf dem wunderbar präparierten Platz präziser laufen. Man merkte den Gastgebern die bessere Spielpraxis an.

Zunächst erreichte ein Freistoß von Dreyer Werner, der jedoch knapp im Abseits stand (4.). Dann Glück für Wulferstedt, als ein Querpass in den Strafraum vom freien Osterwiecker Angreifer knapp verpasst wurde (9.). Folgende Szene sorgte im Germania-Lager für Aufregung: René Jahn erlief sich einen hohen Ball und steuerte Richtung Strafraum, wurde aber noch außerhalb vom herausstürmenden Torhüter gestoppt (14.). Dabei soll der Keeper Foul und sogar Hand gespielt haben, von Schiedsrichter Kohnert in keiner Weise geahndet. In einer Phase relativ verteilten Spiels gelang der Eintracht aus heiterem Himmel das 1:0 durch einen abgefälschten 20-Meter-Schuss (18.). Riesen Glück dann für Germania, dass der starke Eintracht-Kapitän Tantius nicht gleich auf 2:0 erhöhte (20.). Wulferstedt verlor die Linie. Osterwieck dagegen war obenauf. Alexander Stingl zog aus 22 Metern ab und schrie dabei kurz auf. Germania-Keeper Nowack, eventuell irritiert durch den Schrei, ließ den Ball unglücklich durch die Hosenträger rutschen – 2:0 (32.). Der erste Schuss aufs Eintracht-Tor kam von René Jahn per Freistoß (43.). Einen wunderbaren Spielzug schlossen die Gastgeber mit dem 3:0 ab. Stingl schob aus 16 Metern unhaltbar ein (45.).

Nach der Kabinenansprache von Siegmar Hohmann und den Auswechslungen kam wesentlich mehr Dynamik ins Wulferstedter Spiel. Martin Schrader hatte gleich nach Wiederanpfiff das 1:3 auf dem Fuß, lief dabei parallel des Fünfmeterraumes und suchte die Gasse zum Abschluss, zögerte jedoch zu lange (46.). Der pfeilschnelle Schrader ließ seine Gegenspieler auf dem rechten Flügel stehen und bediente Werner, dem einschussbereit das Leder gerade noch mit vollem Risiko vom Fuß gespitzelt wurde (60.). Nachdem Nowack noch mal stark hielt, gelang gleich im Gegenzug René Jahn das überfällige 1:3 (65.). Hoffnung keimte nun auf, doch mehr Tore wollten den Gästen nicht gelingen. Da auch Osterwieck noch eine "Hochkarätige" besaß, geht dieses Ergebnis in Ordnung. Die Erkenntnisse aus diesem Spiel müssen jetzt zur Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben genutzt werden.

Wulferstedt: Nowack – Brunke, Behrens, Charwat, Dreyer, Dräger, Werner, Frick (57. Jäger), Reimann (64. Dannenberg), Jaffke (46. Schrader), R. Jahn.

Tore: 1:0 (18.), 2:0 (32.), 3:0 (45.), 3:1 Jahn (65.). SR: Kohnert (Ballenstedt).