Schönebeck (chj) l Nach der gestrigen Verbandsliga-Partie könnte man dem Schönebecker SC ein berühmtes Prädikat ausstellen: Er war stets bemüht. Doch jeder weiß dieses Urteil einzuschätzen. Die Gastgeber gaben alles gegen die Fußballer des TV Askania Bernburg, setzten dabei jedoch vor allem im zweiten Durchgang auf das falsche Mittel - lange Bälle. So konnten die Gäste am Ende den 1:0 (0:0)-Derbysieg feiern.

Dabei war der SSC in den ersten 45 Minuten deutlich überlegen. Gleich viermal kamen die Gastgeber frei vor das Gehäuse von Askanias Keeper Patrick Baldauf. Doch sowohl Moritz Instenberg und Vit Fiser als auch Luiz Adriano De Oliveira zeigten Nerven und blieben glücklos. "Zur Pause hätten wir bereits mit 3:0 führen können", ärgerte sich René Kausmann aus dem SSC-Trainergespann mit Heiko Böhler.

Eine alte Fußball-Weisheit besagt, dass man hinten bestraft wird, wenn man vorn die Chancen vergibt. Sie bestätigte sich. So schloss Michael Schmidt eine Kombination über rechts ab und erzielte den goldenen Treffer für Bernburg. In der Folge bemühte sich der SSC stets, doch die zahlreichen langen Bälle entpuppten sich meist als das falsche Mittel.

"Wir waren die bessere Mannschaft, gerieten aber in Rückstand", fasste Kausmann zusammen. Die langen Bälle, "die wir eigentlich gar nicht schlagen wollten", waren Ausdruck des Willens, jedoch nicht des Könnens. Askania zog sich mit der knappen Führung im Rücken zurück, lauerte auf Konter, tat nicht mehr als das Nötigste. Doch dies reichte, da die Gastgeber bis auf wenige Ausnahmen, in denen es über außen ging, kopflos mit der Brechstange agierten und damit keinen Erfolg hatten.

Schönebecker SC: Giebichenstein - Instenber, Renger, Liebold, Matthias, De Oliveira (75. Harke), Fiser, Weile, Sommermeyer, Schulz, Krause

TV Askania Bernburg: Baldauf - Baumgarten, Nowoisky, Bäcker, Wegener, Härtl, Schmidt, Duscha (86. Teichert), Salis, Bauer, Schubert

Tor: 0:1 Michael Schmidt (5.); SR: Mario Jeske; ZS: 133