Schönebeck (nrc) l "Wir hätten eigentlich deutlicher gewinnen können", fasste Dirk Schedlo, Trainer der SG Lok Schönebeck, nach der Partie gegen den Magdeburger SV zusammen. Seine Handballerinnen gewannen in der Sachsen-Anhalt-Liga mit 32:30 (18:15) und schlossen damit die Hinrunde auf dem vierten Tabellenplatz ab.

Der Start verlief allerdings sehr holprig. "Wir waren sowohl im Angriff als auch in der Deckung noch sehr unkonzentriert", sagte Schedlo. Lok markierte zwar das erste Tor der Partie, geriet dann allerdings über die Stationen 1:2, 2:4 und 3:7 mit vier Toren in Rückstand.

Nach zirka zehn Minuten hatten sich die Schönebeckerinnen aber gefangen und es gelang, ihnen mehr Stabilität in die Deckung zu bringen. Dies machte sich kurzzeitig bemerkbar. Zunächst konnte der Gastgeber zum 7:8 aufschließen. Der MSV zog allerdings noch einmal auf drei Tore zum 12:9 davon. "Wir hatten beim Abschluss in dieser Phase auch oft ganz schön Pech", erklärte der Trainer.

Das Pech verfolgte Lok aber nicht lang. Zuerst gelang es Schönebeck zum 12:12 auszugleichen, bevor sich das Team schließlich von 14:12 bis zur Halbzeit zum 18:15 mit drei Treffern absetzen konnte. "In dieser Phase hat sich vor allem Jessica Arnold in der Abwehr sehr gut präsentiert", lobte Schedlo. "Dadurch konnten wir uns viele einfache Ballgewinne sichern."

In der zweiten Halbzeit konnte Lok zunächst an die gute Leistung der ersten Hälfte anknüpfen, einen Fünf-Tore-Vorsprung (20:15) herausarbeiten und diesen verteidigen. Jetzt zeichnete sich Janka Bauer aus, "die auf der Mittelposition gut Regie geführt hat".

Allmählich drosselte Schönebeck allerdings das Tempo. Das hatte zwei Gründe. "Zum einen haben wir uns ein bisschen von Magdeburgs Spielweise `einlullen` lassen", erklärte Schedlo. "Zum anderen wurden aus meiner Sicht viel zu viele unserer Aktionen abgepfiffen und es gab immer wieder Siebenmeter für den Gegner." Der MSV bekam in der Partie insgesamt zwölf Siebenmeter zugesprochen, Lok dagegen nur drei. "Dadurch fiel es uns immer schwerer, unser Spiel auch weiterhin effektiv zu gestalten."

Magdeburg konnte seinen zwischenzeitlich Sieben-Tore-Rückstand (20:27) über die Stationen 24:29, 26:30, 29:32 verkürzen und unterlag am Ende mit zwei Toren (30:32).

"Ich bin aber trotz des Verlaufs mit der Mannschaft sehr zufrieden", sagte Schedlo. "Wir haben gezeigt, dass wir konzentriert auftreten und uns vor allem als Team auf der Platte zeigen können."

Lok Schönebeck: Hecker, Nowicki - Wolf (4), Arnold (5), Schedlo (10), Bauer (7), Depta (1), Krause (1), Rauschenbach, Kuhne, Freiberg (1), Moschner, Bullert (2), Sauer (1)

Magdeburger SV: Pflanz - Kracht (4), Zunkel (4), Reß (11), Linke (5), Körtge (1), Barth (5)

Siebenmeter: Schönebeck 3 - Magdeburg 12; Zeitstrafen: Schönebeck 4 - Magdeburg 2