Staßfurt (chj) l Nach der leblosen 1:2-Derbypleite in Atzendorf wollen die Fußballer des SV 09 Staßfurt (8.) beweisen, dass sie durchaus in der Lage sind, ansehnlicher in der Landesklasse aufzutreten. Dafür haben sie morgen ab 15 Uhr die Chance, wenn die SG Germania Wulferstedt (5.) anreist.

"Wie wir uns in Atzendorf verkauft haben, war unterirdisch. Diesen Leistungseinbruch können wir uns nicht erklären", erklärt Axel Quednow, Co-Trainer der Staßfurter. "Aber das haben wir aufgearbeitet." Das Positive an der Derbyniederlage ist, dass die Elf nun zeigen will, dass sie es besser kann. "Jeder einzelne will sich beweisen." Doch Quednow sieht dabei eine Gefahr. "Sie dürfen dabei nicht überdrehen."

Im Hinspiel war für den SV 09 in Wulferstedt beim 2:4 nichts zu holen. "Wir hatten keine Chance. Der Gegner war lauf- und kampfstark und verfügte über einen unbändigen Willen", blickt Quednow zurück. Ähnliches erwartet er wieder." Wir wissen, was auf uns zukommt. Wulferstedt agiert mit langen Bällen und ist permanent unterwegs."

Im Hinspiel besiegelte Germanias Kapitän Robert Dreyer den Sieg mit zwei Treffern. Doch ein besonders Auge wollen die Bodestädter nicht auf ihn werfen, da sie sich "die Bälle damals quasi selbst reingemacht haben."

Außerdem hofft Quednow, dass sich seine Akteure auf das Wesentliche konzentrieren. "Der Gegner hat den ein oder anderen abgezockten Spieler in den Reihen. Deswegen dürfen wir uns nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lassen und müssen auf Zwiegespräche verzichten."

Dass der SV 09 mit einem Dreier, sofern die Konkurrenz mitspielt, bis auf den fünften Rang klettern kann, interessiert den Trainer herzlich wenig. "Die Tabelle ist mir persönlich total egal. Wir wollen uns kontinuierlich weiterentwickeln und Konstanz in die Mannschaft bringen. Wenn das erledigt ist, können wir auf die Tabelle blicken."

Es fehlen: Sven Limpächer (verletzt), Robert Michalak (im Aufbautraining), Marcel Mähnert (unklar), Marcel Pusch (krank)