Es ging torreich zu zwischen dem SV 09 Staßfurt und dem FSV Rot-Weiß Alsleben. In der 92. Minute erlöste Felix Jesse die Gastgeber und sorgte für den 4:4 (1:2)-Endstand der Landesklasse-Partie. Mit der Punkteteilung dürfte der SV 09 zufriedener sein als die Gäste.

Staßfurt l "Im Hinblick auf die Tabellenkonstellation haben wir zwei Punkte verloren. Betrachtet man aber den gesamten Spielverlauf, haben wir einen Punkt gewonnen," resümierte Axel Quednow, Co-Trainer des SV 09. Die Staßfurter hatten anfänglich Probleme, fanden nicht so recht den Fluss. So erzielte Alslebens Pawel Stanislaw Kudyba bereits nach 19 Minuten die Gästeführung. Zwar glich Felix Jesse aus, doch Kudyba legte nur vier Minuten später nach und schickte den SV 09 mit dem Rückstand in die Kabine.

"In der zweiten Hälfte haben wir etwas besser zurecht gefunden", sagte Quednow. Es dauerte jedoch bis zur 70. Minute, ehe Marcel Pusch eine Flanke volley verwerten konnte und somit erneut ausglich. Nur vier Minuten später schob Jesse den Ball genau in den Lauf des aufgerückten Marcel Mähnert, der Alslebens Schlussmann ins Leere greifen ließ und die 3:2-Führung erzielte. Doch erneut waren es nur vier Minuten, bis die Antwort erfolgte. Kudyba markierte seinen dritten Treffer.

Es ging hitzig zu. Das war auch an der Lautstärke der Trainer und Betreuer zu spüren, von denen immer wieder Unruhe ausging. Es gab viele Freistöße. So auch in der 86. Minute. Alslebens Tomas Zimmermann zog aus großer Distanz ab und der Ball segelte ins rechte untere Eck - der Schuss schien haltbar. Robert Michalak nahm ihn auf seine Kappe. "Er hat sich verspekuliert", so Quednow.

Mit dem dritten Rückstand kurz vor Abpfiff schien die Partie gelaufen. Doch die Gastgeber kämpften weiter - und belohnten sich. Der eingewechselte Johnny Rodriguez-Gomez setzte sich in der 92. Minute auf der linken Seite durch, brachte den Ball in den Strafraum, wo Jesse goldrichtig stand und ausglich.

"Alsleben nutzte seine Chancen konsequent. Aber über den Kampf sind wir wieder zurückgekommen. Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ging das Unentschieden in Ordnung, auch wenn wir uns über einen höheren Rückstand zur Pause nicht hätten beklagen dürfen", erklärte der erleichterte Staßfurter Coach.

SV 09 Staßfurt: Michalak - Schmidt, Lissek, Siegel, Jesse, Abram (74. Feilenhauer), Gurn, Pusch, Horstmann, Mähnert, Härtge (80. Rodriguez-Gomez)

Tore: 0:1 Pawel Stanislaw Kudyba (19.), 1:1 Felix Jesse (33.), 1:2 Pawel Stanislaw Kudyba (37.), 2:2 Marcel Pusch (70.), 3:2 Marcel Mähnert (74.), 3:3 Pawel Stanislaw Kudyba (78.); 3:4 Tomas Zimmermann (86.), Felix Jesse (90+2); SR: Mike Feller; ZS: 83