Mit einem Sieg beim FSV Saxonia Tangermünde möchte der SV Förderstedt endlich den ersehnten Befreiungsschlag landen und sich aus der Abstiegsregion der Fußball-Landesliga kämpfen. Anpfiff ist morgen um 15 Uhr.

Förderstedt l Vielleicht kommt es in erster Linie darauf an, wer die besser besetzte Bank hat. Schließlich fehlen beiden Mannschaften viele und vor allem wichtige Spieler. "Ich denke, dass wir trotzdem gut aufgestellt sind", relativiert Trainer Jens Liensdorf.

In der Altmark erwarten den SVF ein großer Platz, "auf dem wir immer unsere Grundordnung beibehalten müssen", und ein hochmotivierter Gegner, der zuhause mit einem Dreier ebenfalls die unteren Regionen in der Tabelle verlassen möchte. Bereits in der vergangenen Saison musste der SVF eine hohe 0:3-Pleite in der Altmark hinnehmen. "Ich werde keinen Druck aufbauen und sagen, dass wir gewinnen wollen", sagt Saxonia-Trainer Heiko Gödecke. "Wir wissen, es ist für uns schwer und es wird nicht einfacher."

Der Druck lastet also ebenso auf den Schultern der Tangermünder wie auf denen der Gäste. "Wir lassen uns aber nicht verrückt machen. Wir arbeiten konzentriert weiter." Obgleich die Chancenverwertung bislang das Manko des SVF darstellte, wurde im Training kein verstärktes Augenmerk auf Abschlüsse gelegt. "Der Knoten muss von allein platzen."

Beide Mannschaften haben erst einen Sieg auf dem Konto und werden daher verbissen um den zweiten Dreier kämpfen. "Ich erwarte einen heißen Tanz", schaut Liensdorf voraus. Und auch Gödecke sieht sein Team gut vorbereitet: "Wir haben in dieser Woche einige Dinge besprochen und ausgeräumt. Aber jetzt muss niemand denken, dass wir sofort besser spielen. Uns geht es in dieser Saison so wie Möringen in der vergangenen Spielzeit. Damit müssen wir leben und es akzeptieren. Nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein." Morgen um 16.50 Uhr wird sich dann herausstellen, für welche Mannschaft die Wolken zuerst verzogen sind.

Es fehlen: Daniel Gassel, Robert Vorwerk, Marcus Preuss, Lars Korte (alle verletzt), Benjamin Arlt (Beruf) - Martin Stille (verletzt), Dennis Herrler, Sebastian Strobach (beide Beruf), Marco Janich (Urlaub), Tim Tappenbeck, Patrick Stockmann (beide privat), Christian Siebert (angeschlagen, fraglich), Marcus Müller (privat, fraglich); SR: Michael Damke (Gardelegen), Amin Hamidi, Ronald Krziwanie, Saison 2013/14: 1:4, 3:0