Staßfurt (chj) l Der TTC "Glück Auf" Staßfurt mutiert zum Remis-König der Tischtennis-Landesliga. Nach dem 8:8 gegen den TTC Anhalt Zerbst II teilte das Team das vierte Mal die Punkte - im fünften Spiel. "Wenn wir jedes Mal Unentschieden spielen, steigen wir auch nicht ab", sagte Sebastian Busche. Ein bisschen Galgenhumor steckte in dieser Aussage schon, denn gegen die Zerbster Reserve "hätten wir gewinnen können."

Die Probleme der Staßfurter sitzen in ihren Köpfen. "Es gelingt uns derzeit nicht, unser mannschaftliches Potenzial abzurufen", so Busche. So werden dann die Punkte gegen Kontrahenten geteilt, gegen die eigentlich Siege möglich seien. Dabei schließt Busche sich selbst nicht aus. Denn er war es, der zusammen mit Dieter Pieles im Entscheidungsdoppel mit 0:3 unterlag. "Wir sind nicht zurecht gekommen." Dies läge jedoch an der eher defensiven Gangart des Stafurter Doppels, mit der die Zerbster keine Probleme hatten.

Ein weiteres Problem sah Busche im mittleren und unteren Paarkreuz, das schlichtweg zu wenig Punkte einfuhr. Vor allem bei Maik Amme und Glenn Büchtemann seien die Nerven im Spiel, die abgelegt werden müssen, um Sicherheit zu erlangen. Wer hingegen kein Kopf-Problem hatte, war Dieter Pieles. "Dieter ist nervlich gar nicht angreifbar", lobte Busche. Dennoch gab Pieles in der zweiten Einzelrunde einen Punkt nach fünf Sätzen an sein Gegenüber ab.

Das Satzverhältnis von 33:31 spricht für eine gerechte Punkteteilung. Busche relativiert: "Wir waren in den vergangenen Spielen fast immer besser, aber nicht siegreich. Aber ein Unentschieden ist immer noch besser als eine Niederlage." Ohne Sieg steht Staßfurt auf Rang sechs der Tabelle - mit einem Polster nach unten, "das kleiner ist als es sein müsste."

Staßfurt: Pieles (1,5), Busche (1,5) Büchtemann (1), Amme (0,5), Bartlitz (2,5), Frank (1)