Wolmirsleben (chj) l Es hätte der große Wurf für die Handballer des SV Germania Borne werden können. Mit der SG Seehausen reiste ein unmittelbarer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga in die Wolmirslebener Sporthalle. Die Rote Laterne hätte abgegeben werden können. Doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Am Ende setzten sich die Gäste in einer turbulenten Schlussphase hauchdünn mit 26:25 (12:10) durch und Borne vergab einen Bigpoint.

Wenige Sekunden vor dem Abpfiff stand es 25:25. Bornes Benjamin Prosowski foulte einen Seehäuser, um einen Treffer zu verhindern. Zum Unmut der Gastgeber entschied das Schiedsrichtergespann auf Rot und Siebenmeter. "Die Rote Karte ist okay", sagte Guido Lahne, "aber der Strafwurf war äußerst strittig." Die Regel besagt, dass es sich beim Gefoulten um den letzten Mann handeln muss. Lahne sah aber zwei seiner Mitspieler mindestens auf gleicher Höhe. Diese Entscheidung schmeckte Thomas Hagemeyer nicht, der sich zu einer Geste in Richtung der Schiedsrichter hinreißen ließ und ebenfalls Rot sah - mit Bericht. Der Siebenmeter saß und Seehausen gewann.

"Die Niederlage war sehr ärgerlich", haderte Lahne. "Uns fehlte zu oft das Quäntchen Glück." Zahlreiche Würfe gingen an den Pfosten, Abpraller wurden nicht verwertet. Über weite Strecken agierten beide Seiten auf Augenhöhe, aber die Gäste hatten eben dieses Quäntchen Glück für sich gepachtet. "Ein Punkt wäre drin gewesen. Aber es hat nicht sollen sein. Mit einem Sieg hätten wir eine gute Ausgangsposition erarbeitet", erklärte Lahne. "Nun müssen wir in Spielen Zähler einfahren, in denen keiner damit rechnet. Denn die Konkurrenz schläft nicht."

Borne: Krautwald, Brinkmann - Schafflik (1), Hagemeyer, Halfpap (3/1), Scholz (3), Süssig, Dix (2), Prosowski (5/2), Lahne (1), Schulke (6), Fink (4/1)

Siebenmeter: Borne 6/4 - Seehausen 8/5; Zeitstrafen: Borne 5 - Seehausen 8; Rot: Hagemeyer, Halfpap, Prosowski -alle Borne-, Cornehl -Seehausen-