Staßfurt (sam). Tobias Witte machte am Sonnabend nach dem Abpfiff einen zufriedenen Eindruck. Der Keeper des Fußball-Verbandsligisten SV 09 Staßfurt ging angeschlagen in die Partie und hielt mit seinen starken Paraden gegen den Tabellenzweiten Haldensleber SC einen Punkt fest. Beide Mannschaften trennten sich torlos. Somit bleiben die Staßfurter seit nun vier Spieltagen ungeschlagen und bauten den Vorsprung zur Abstiegszone auf vier Zähler aus.

Der Einsatz von Witte war fraglich, denn am vergangenen Spieltag beim Naumburger SV bekam er einen Tritt gegen sein schon lediertes rechtes Knie, so dass er sich in die therapeutischen Hände von Nicole Ridder begab. "Ich konnte kaum auftreten", klagte Witte sein Leid. An Training war zumindestens Dienstag und Mittwoch nicht zu denken. Ridder leistete hervorragende Arbeit, so dass ihr "Patient" am Sonnabend doch zum Einsatz kam. Das Knie hielt den Belastungen stand. "Ich habe es für die Mannschaft gemacht und alles gegeben."

Das haben auch seine Vorderleute. Zudem nahm Trainer Peter Köhler einige Umstellungen vor. "Wir hatten gegen Haldensleben nichts zu verlieren und haben etwas anderes ausprobiert", erklärte er. So rückte Jens Liensdorf in die Defensive, er agierte als Libero, so dass Björn Friedrichs im zentralen Mittelfeld die Akzente setzte. Tony Adam agierte mal hinter den Spitzen, mal schaltete er sich in die Abwehr mit ein. "Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, in der jeder für den anderen gekämpft hat", lobte Köhler.

In der Anfangsphase hatten die Gastgeber schon die erste brenzlige Situation zu überstehen, als der Haldensleber Oliver Grimm einen Kopfball an die Latte setzte (4.). Im Gegenzug hatte Stürmer Matthias Härtl nach Flanke von Sturmpartner Denny Piele die Führung auf dem Fuss, vergab aber aus aussichtsreicher Position. Doch auch die Gäste gingen zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Die größte hatte wohl Patrick Stallmann, dessen verunglückte Flanke in Richtung Tor segelte und Witte sich gehörig strecken musste, um den Ball aus dem Winkel zu kratzen. In den Schlussminuten der ersten Hälfte waren es nochmals Härtl und Piele, die vor dem gegnerischen Gehäuse für Gefahr sorgten. Dass sich die Mannschaft Chancen erarbeitete, bewertete Köhler als positiv. Der "krönende Abschluss" blieb ihr allerdings auch in Durchgang zwei versagt.

Dass sich das Team für seine Leistungen irgendwann belohnen wird, in diesem Punkt sind sich Köhler und Witte einig. Vielleicht schon am Sonnabend, wenn der SV 09 beim 1. FC Romonta Amsdorf gastiert.

Staßfurt: Witte - Stachowski, Friedrichs, Oehme, Liensdorf, Adam, Härtl, Piele (90. Mutschler), Roldan-Arias (87. Stein), Tonn (79. Drachenberg), Mähnert

Haldensleben: Habeney - Girke, Hering (73. Prosovsky), Madaus, Grimm, Probst, Zander (62. Kreibich), Matthias, Wehrmeister, Zöger, Stallmann (83. Liebold)