Im Harz-Derby der Fußball-Landesklasse, Staffel III, trennten sich Eintracht Osterwieck und der SV Darlingerode/Drübeck am Sonnabend 1:1 (1:1)-remis. Eine Ausbeute, die aus Sicht der Eintracht gern auch etwas üppiger hätte ausfallen können.

Osterwieck l Es gibt drei Arten von Trainer. Schublade auf: Da wäre das cholerische, an der Seitenlinie auf und ab springende Rumpelstilzchen. Ihm gegenüber steht der stoische, auf seiner Trainerbank verharrende Typ. Gefühlsregungen ausgeschlossen. Und dann gibt es da noch die am meisten geschätzte Art: Der engagierte und motivierende Typ. Letztere wäre - ohne Rainer Dube persönlich zu kennen - die vermutlich passende Schublade für den Eintracht-Coach.

Ähnlich wie gegen Blankenburg vor zwei Wochen nutzte seine Elf am Sonnabend das eigene Chancen-Plus nicht. Drei Zähler wären möglich gewesen. Die Eintracht könnte also bereits vier Zähler mehr auf dem Konto und damit eine größere Distanz zu den Abstiegsrängen haben. Für Dube kein Grund, auch nur ein negatives Wort zu verlieren. "Schließlich kann man sagen, dass wir die letzten drei Spiele nicht verloren haben", so Dube.

Außerdem stellte sich mit dem SV Darlingerode/Drübeck am Sonnabend ein spielstarker Aufsteiger vor. So gestaltete sich die intensiv geführte Partie ausgeglichen, wobei die Hausherren druckvoller nach vorn agierten. Nachdem Mathias Kruppa und Peter Mosko bereits früh gute Chancen liegen gelassen hatten, markierte Danny Kraus nach elf Minuten das 1:0. "Im Anschluss haben wir es versäumt, das 2:0 nachzulegen", nannte Dube den Hauptgrund für die Punkteteilung. Während der Gastgeber erneut gute Möglichkeiten vergab, verwertete Franz Lüderitz nach guter Vorarbeit über die linke Seite zum 1:1-Ausgleich (20.). "Man muss sagen, dass Darlingerode das Tor wirklich gut herausgespielt hat", gab Dube zu. Auch im Anschluss kombinierten die Gastgeber gut. Die Großchance zur neuerlichen Führung hatte Kruppa. Sein Kopfball zwang Jan Strzeclecki zur Glanztat (35.).

Gleiches Bild nach der Pause: "Wir haben voll auf Sieg gespielt, aber konnten uns keine zwingenden Chancen mehr herausspielen", so Dube. Einziger Aufreger: Nach einem vermeintlichen Handspiel im Strafraum der Gäste blieb der Pfiff von Schiedsrichter Steffen Ehrhardt aus. Pech für die Eintracht, Glück für Darlingerode. "Das war eigentlich ein klarer Strafstoß", war sich Dube sicher. Dass am Ende zwei Zähler auf der Strecke blieben, sei zwar ärgerlich, aber eben auch kein Beinbruch. Weil die Gäste als Auswärtsteam gut dagegen hielten und "weil die Mannschaft gekämpft hat und ich ihr keinen Vorwurf machen kann". Schublade zu.

SV Eintracht Osterwieck: Theuerkauf - Perle, Hauch, Bily, Zir, Seubert, Kruppa, Mosko, Wgaenfuehr, Kraus (71. Hess), Leßmann (75. Hildach);

SV Darlingerode/Drübeck: Strzelecki - Gelhaar, Meyer, Heindorf, Dierks, Wienert, Lüderitz, Preiß (78. Schenk), Rogacki, Rehse, Annemüller (67. Thomas);

Torfolge: 1:0 Danny Kraus (1:0), 1:1 Franz Lüderitz (20.); Schiedsrichter: Steffen Ehrhardt (Elbingerode); Zuschauer: 96.