Die Red Devils sind nur noch einen Sieg von ihrem zweiten Deutschen Meistertitel entfernt. Die Floorball-Cracks vom Wernigeröder SV Rot-Weiß haben am Sonntag das erste Finalspiel der gegen Rekordmeister UHC Weißenfels mit 5:4 (1:1, 2:2, 2:1) gewonnen.

Wernigerode l Vor der tollen Kulisse von 1007 Zuschauern lieferten sich beide Teams vom Anpfiff weg ein packendes Duell mit hohem Tempo und einer Vielzahl guter Torchancen. Das Spiel war gerade 18 Sekunden alt, als Vojta Krupika die Devils aus spitzem Winkel in Führung schoss. Der UHC bemühte sich um den schnellen Ausgleich, Harri Naumann scheiterte mit der ersten klaren Chance an Keeper Gary Blume (8.). Auf der Gegenseite traf Markus Piittisjärvi nur das Außennetz (9.). Kurz darauf glich Niklas Nordh nach Vorarbeit von Jarmo Eskelinen für die Weißenfelser aus. Bis zur ersten Drittelsirene lagen die besseren Chancen dann auf Seiten der Gäste, doch Devils-Goalie Gary Blume hielt das 1:1 fest.

Auch im zweiten Drittel setzten beide Teams das "Floorball-Feuerwerk" fort. Erneut war es Niklas Nordh, der nach Zuspiel von Sascha Herlt freistehend für den UHC einnetzte (29.). Die Antwort der Devils folgte fast postwendend, Juha-Pekka Kuittinnen traf nach energischer Einzelleistung zum 2:2. Der Torschütze war noch nicht verkündet, da legte Vojta Krupika nur neun Sekunden später die Führung für die Hausherren nach (32.). Doch auch die Weißenfelser waren nicht um eine Antwort verlegen, in einer Überzahlsituation überwand Niklas Nordh den Wernigeröder Keeper mit einem Bauerntrick (35.). Bis zum Drittelende ließen Sebastian Bernieck und Pascal Schlevoigt auf Weißenfelser Seite sowie Ramon Ibold und Juha-Pekka Kuittinnen für die Devils weitere Chancen ungenutzt.

Im Schlussdrittel erwischten die Weißenfelser einen Start nach Maß, Niklas Nordh brachte den UHC mit seinem vierten Treffer in Führung. Eine Überzahlsituation brachte die Harzer ins Spiel zurück, Ramon Ibold glich zum 4:4 aus. Die Schlussphase war dann an Spannung kaum zu überbieten. Sebastian Bernieck verpasste freistehend die Weißenfelser Führung (53.), die erzielte stattdessen Juha-Pekka Kuittinnen für die Gastgeber. Die Harzlandhalle in Ilsenburg stand Kopf, als der Finne die Vorlage seines Landsmann Joel Ekroos zum 5:4 nutzte. Nach einer Auszeit nahm der UHC Weißenfels für die verbleibenden 1:44 Minuten umgehend den Keeper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor. Der Ausgleich wollte aber trotz gefährlicher Schüsse nicht gelingen.

"Wir haben den Heimvorteil für die Überraschung genutzt und das Spiel zum richtigen Zeitpunkt entschieden. Großes Lob an die gesamte Mannschaft für die taktische Disziplin und kämpferische Leistung", freute sich Devils-Coach Peter Gahlert. Sein Gegenüber zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge weniger zufrieden "Wernigerode hat verdient gewonnen. Wir haben unser spielerisches Top-Niveau nicht erreicht. Wir hatten gute Momente im Spiel, aber uns fehlte die Konstanz und Disziplin", so UHC-Trainer Martin Brückner.

Mit diesem Sieg haben die Red Devils den UHC Weißenfels unter Zugzwang gesetzt, der Serienmeister muss beide Heimspiele gewinnen, um seinen Titel zu verteidigen. Das zweite Finalspiel steigt am Sonnabend um 18 Uhr in der Stadthalle Weißenfels, ein mögliches Entscheidungsspiel ist für Sonntag um 16 Uhr angesetzt.

Red Devils: Blume, Severin - Ekroos, Ibold, Kuittinnen, Krupicka, Einecke, Mertens, R. Müller, Löwen- berg, Piittisjärvi, Mildner, Riechel, Lisiecki, P. Müller, Fiedler, Schmidt, Suske, Willingmann, Hellmund;

Torfolge: 1:0 Vojta Krupicka (0:18), 1:1 Niklas Nordh (9:01), 1:2 Niklas Nordh (28:17), 2:2 Juha-Pekka Kuittinnen (31:44), 3:2 Vojta Krupicka (31:53), 3:3 Niklas Nordh (34:09), 3:4 Niklas Nordh (40:46), 4:4 Ramon Ibold (43:22), 5:4 Juha-Pekka Kuittinnen (58:16); Schiedsrichter: Stefan Erxner/Ricky Radünz; Zuschauer: 1007.