Paukenschlag beim FSV Barleben 1911: Dirk Ulrich, Trainer der Landesklasse-Elf, ist von diesem Amt zurückgetreten. Motiv für den Schritt sind laut Ulrichs Aussage persönliche Gründe. Wie der FSV die Saison nun zu Ende spielt, verriet Andreas Ibe, Kapitän und Stellvertretender Vorsitzender, im Gespräch mit Volksstimme-Sportredakteur Detlef Eicke.

Volksstimme: Wie haben Sie von der Entscheidung des bisherigen Trainers Kenntnis bekommen?

Andreas Ibe: Am Montag nach dem Seehausen-Spiel informierte Dirk Ulrich unseren Vorsitzenden Ingolf Nitschke über seine Entscheidung. Und dieser setzte dann den restlichen Vorstand darüber in Kenntnis.

Volksstimme: Wie hat die Mannschaft darauf reagiert?

Andreas Ibe: Die Mannschaft war natürlich genauso überrascht wie wir im Vorstand. Der eine oder andere versuchte auch in einem persönlichen Gespräch noch einmal nach Gründen zu fragen und den Trainer umzustimmen. Leider ohne Erfolg.

Volksstimme: Sie haben in der Landesklasse-Staffel 2 noch die Tabellenführung inne. Allerdings waren die letzten Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Sehen Sie hier einen möglichen Grund für den Rücktritt des Trainers?

Andreas Ibe: Nein, das denke ich nicht. Er hat persönliche Gründe für seine Entscheidung angegeben und das muss man nun auch so akzeptieren. Dass wir vielleicht nicht das Optimale aus den letzten Spielen her-ausgeholt haben, hängt wohl auch mit unserer Personalsituation zusammen. Mit Schönberg, Lösdau, Raugust, Kühnast, Scheinhardt, Ehlke, Jirsa und meiner Person fehlen uns seit längerem wichtige Spieler, die zum Teil auch bis zum Saisonende ausfallen werden.

Volksstimme: Wie wird es nun bis zum Ende der Saison mit Ihrer Mannschaft weitergehen?

Andreas Ibe: Bis zum Saisonende wird uns Frank Siersleben unterstützen. Er ist ein erfahrener Trainer, der seit Jahren in Barleben wohnt und die Mannschaft zum Teil auch kennt. Wir sind sehr froh, dass Frank Siersleben sofort seine Bereitschaft signalisiert hat und unsere Mannschaft die letzten Wochen zusammen mit Tom Heitzmann betreuen wird.

Volksstimme: Sie waren klarer Favorit für den Aufstieg in die Landesliga. Nun ist der relativ große Punktevorsprung aufgezehrt. Wird Ihr Saisonziel jetzt neu definiert?

Andreas Ibe: Nein, auf keinen Fall. Wenn man als Favorit in eine Saison geht, ist es immer schwierig, weil alle auf einen schauen und jeder auf einen Ausrutscher von dir wartet. Aber wir sind mit dem Ziel in die Saison gegangen, wieder aufzusteigen. Daran werden wir auch nichts ändern.

Volksstimme: Wohin führt der Weg des FSV?

Andreas Ibe: Ich hoffe, in die Landesliga. Denn wir im Vorstand haben das Ziel, den FSV Barleben langfristig in der Landesliga zu etablieren. Mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes sind wir gerade dabei, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Und wenn wir dann im Nachwuchs den entsprechenden Unterbau hinbekommen, hoffen wir, dass uns dieses auch gelingen wird.