Mit einem am Ende deutlichen 6:2 (3665:3449)-Sieg im Achtelfinale des DKBC-Pokals schafften die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst am Sonnabend einen gelungenen Jahresabschluss und bereiteten sich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

Zerbst l Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga 200 Wurf, der SK Markranstädt, hielt aber zumindest im Startpaar kräftig dagegen und war am Ende mit den zwei erkämpften Mannschaftspunkten (MP) durchaus zufrieden. Der Teamchef der Sachsen, Sebastian Hartmann, hatte "beim Kegelergebnis noch ein wenig mehr erhofft", wünschte den Zerbstern nach Spielschluss absolut sympathisch "alles Gute für die Feiertage und natürlich viel Erfolg für die sportlichen Aufgaben in der Zukunft".

Die Zerbster hatten ihre Mannschaft auf einigen Positionen umgestellt, um mehreren ihrer Stammkräfte eine verlängerte Weihnachtspause zu gönnen. So erhielten Spieler aus der zweiten Reihe eine Einsatzchance. Jedoch sollte das gewohnte Startpaar gleich für klare Verhältnisse gegen den Außenseiter sorgen. Dies gelang nur zum Teil. Mathias Weber zog beim 3:1-Sieg Silvio Riedel mit drei starken Bahnen und 630:553 Kegeln frühzeitig den Zahn. Torsten Reiser spielte überraschend unkonstant und unterlag dem besten Gästespieler, Tobias Schröder (1:3, 557:609), deutlich. "Das war mein schlechtestes Spiel seit langer Zeit. So schwach habe ich glaube erst einmal in meiner Karriere gespielt", war der Nationalspieler absolut unzufrieden.

Die Hoffnung der Gäste auf eine Überraschung wurde aber schon im Mittel-Durchgang zerstört. Unter dem Jubel der nun die Oberhand gewinnenden Fans des SKV trumpften Marcus Gerdau und Christian Helmerich mächtig auf. Helmerich wies den starken Hartmann mit 3:1 Sätzen und 637:605 Kegeln in die Schranken. Gerdau meldete sich mit einer Weltklasse-Leistung (662) und dem Tagesbestwert in der ersten Mannschaft zurück und bewies, dass er keglerisch nichts verlernt hat. Ganz im Gegenteil meisterte er eine kurze Schwäche auf seiner zweiten Bahn mit stoischer Ruhe und überragendem Abräumspiel. Er ließ dem keinesfalls enttäuschenden Silvio Jabusch (0:4, 588) keine Chance.

Im Schluss-Durchgang erhielt ein weiterer Spieler aus der zweiten SKV-Mannschaft eine Bewährungschance. Robert Herold musste erst seine Nerven in den Griff bekommen, ehe er ab Bahn drei gegen Mike Chilcott Holz um Holz aufholte. Am Ende verlor er bei Satzgleichstand nur denkbar knapp mit 554:556 Kegeln.

Den Schlusspunkt unter ein wieder einmal überaus erfolgreiches Kegeljahr der Rot-Weißen setzte der Kapitän persönlich. Timo Hoffmann holte mit 3:1 Sätzen den vierten MP für den Pokalverteidiger und erspielte gegen Sascha Sadowski mit 625:538 Kegeln das nächste Top-Resultat.

Er wertete die Partie als Erfolg: "Mit meinem Spiel bin ich bis auf das erste Räumen zufrieden. Mannschaftlich waren wir heute auch ordentlich aufgestellt. Die sympathischen Gäste haben es uns zu Beginn auch nicht leicht gemacht. Torstens Schwäche war heute zum Glück nicht entscheidend."

Beim Spielabschluss dankten beide Kapitäne ihren Fans für die Unterstützung und wünschten sowohl ihren Sportlern als auch den Zuschauern ein besinnliches Weihnachtsfest und Erfolg im neuen Jahr.

Für den SKV startet nach der Weihnachtspause das Jahr gleich mit einem absoluten Knaller in der Bundesliga. Bereits am 10. Januar ist auf den SKV-Bahnen am Schützenplatz der Dauer-Rivale um die deutsche Meisterschaft, der SKC Victoria Bamberg, zu Gast. Wie in jedem Jahr sicher auch dann wieder ein keglerischer Leckerbissen für Spieler und Fans.