In der 2. Bundesliga Nord-Ost verlor der feststehende Meister vom SKV Rot-Weiß Zerbst II das Spitzenspiel beim ATSV Freiberg 3:5. Die Leitzkauer sicherten sich mit einem 6:2-Erfolg in Roßlau den Klassenerhalt.

Roßlau/Freiberg l Was lange währt, wird endlich gut. So auch der seit längerem aufgeschobene Klassenerhalt für den TuS Leitzkau. Beim Tabellenletzten ESV Roßlau wurde souverän mit neuem Mannschafts-Bahnrekord 6:2 (3368:3207) gewonnen.

Die Roßlauer haben seit ihrem Umzug auf die Bahnen von Stahlbau Dessau keinen einzigen Punkt holen können und stehen schon länger als Absteiger fest. In den vergangenen Spielen scheiterten sie allerdings häufig nur knapp. Die auswärtsstarken "Wölfe" wollten natürlich nicht die ersten sein, die in Dessau Zähler liegen lassen.

Dementsprechend konzentriert gingen sie zu Werke. Patrick Germer (4:0, 578:509) wurde erneut in der Fremde Tagesbester und siegte haushoch. Gleichzeitig musste Ralph Stiebert (2:2, 546:552) seinen Mannschaftspunkt (MP) knapp abgeben.

Ebenso knapp unterlag René Geißler (2:2, 530:537). Im Mittelpunkt stand in dieser Phase aber das Vater-Sohn-Duell zwischen dem stärksten Roßlauer Wolfgang "Paule" Grötzner und seinem Filius Tobias. Im Hinspiel hatten sich beide noch den Punkt geteilt. Auch dieses Mal spielten beide auf gleich hohem Niveau. Am Ende setzte sich der Junior in Leitzkauer Diensten bei 2:2-Satzgleichstand mit 569:567 Kegeln durch.

Zwar stand es nun zwischen den Teams 2:2 , jedoch führten die Gäste in der Kegelwertung und hatten das namhaftere Schlussduo aufzubieten. Udo Volkland (4:0, 575:505) und André Fischer (4:0, 570:537) ließen sich dann auch nicht lumpen und schraubten das Gesamtresultat mit ihren Topergebnissen auf den neuen Bahnrekord von 3368 Kegeln.

Anschließend ging es für alle Beteiligten zur gemeinsamen Nachfeier auf die gemütliche Roßlauer Kegelbahn, wo viele alte Geschichten ausgetauscht und auf die Zukunft angestoßen wurde.

Roßlau wird sich ab September in der Verbandsliga neu sammeln, während TuS das Aufstiegsjahr mit einem hervorragenden fünften Tabellenplatz abschließen wird. Ein Spiel gibt es zuvor aber noch zu bestreiten. Am 22. Spieltag empfangen die "Wölfe" im Duell der Aufsteiger den Sechsten Grün-Weiß Mehltheuer. Gespielt wird wie gewohnt am kommenden Sonnabend um 13 Uhr.

In Freiberg setzte es für den SKV Rot-Weiß Zerbst II die erwartete Niederlage. Dabei fiel das Resultat mit 3:5 MP und 3252:3403 Kegeln weniger deutlich aus als in den Vorjahren. Beide Teams konnten zudem ohne Druck aufspielen. Der SKV stand bereits als Meister fest und Freiberg hatte sich als Zweiter vorzeitig für die Aufstiegsspiele zur ersten Liga qualifiziert.

Im ersten Durchgang gestalteten Sven Palmroth und Robert Heydrich die Partie ausgeglichen. Palmroth zog zwar mit dem Mannschaftsbestwert von 569 Kegeln gegen Andreas Liedke (605) bei 0:4 Satzpunkten (SP) klar den Kürzeren, blieb aber am Freiberger dran. Parallel gelang Heydrich mit 3:1 SP und 537:533 Kegeln der Sieg.

Im Mitteldurchgang lieferten sich Robert Herold und der Freiberger Felix Wagner ein spannendes Duell. Herold drehte die Partie nach 0:2 in ein 2:2 und gewann mit dem besseren Ergebnis (553:546). Hannes Bräse musste sich in seinem Match Michael Hahn mit 0:4 (497:588) klar geschlagen geben.

Im Schlussdurchgang versuchten dann Stefan Heckert und Martin Herold das Unmögliche. Beide gewannen zunächst sicher ihre Startbahn. Doch der große Sprung nach vorn gelang nicht. Heckert unterlag Heiko Wüstling mit 1:3 (541:583) recht deutlich. Herold sicherte sich knapp nach 2:2 SP und 555:548 Kegeln den dritten MP.

In der Endabrechung hatten die Zerbster sogar 55 Kegel mehr im Abräumen getroffen, musste aber in den Vollen klar die Segel streichen.

"Wir wollten uns mit einer ordentlichen Leistung präsentieren. Das ist zum Teil gelungen. Vielleicht hätten wir auch eine kleine Chance auf ein Unentschieden gehabt", fasste Kapitän Martin Herold die Partie zusammen.

Am Wochenende können sich die Rot-Weißen mit einer souveränen Heimvorstellung gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten Roßlau vom Heimpublikum verabschieden.