Halberstadt l Eine deutliche 1:4-Niederlage kassierte Germania Halberstadt am Sonnabend beim VfL Wolfsburg II. Vor allem in der ersten Halbzeit bestimmte der Tabellenführer der Regionalliga Nord das Geschehen.

"Nach der 22. Minute haben einige Spieler komplett die Ordnung verloren. Das war viel zu wenig", kritisierte Kronhardt die mangelnde taktische Disziplin nach dem Führungstor von Jan Nagel. Der 22-Jährige erlief sich einen langen Abschlag von Torhüter und Bruder Pascal und traf nach 14 Minuten. "Schön, dass es passiert ist, aber das ist nicht meine Philosophie," bewertete der Germania-Trainer.

Bis zur Pause drehte und entschied der Gastgeber die Partie. Bastian Schulz nach einem Freistoß (22.), Kevin Scheidhauer nach einer Ecke (25.) und per verwandeltem Foulstrafstoß ließen Trainer Valérien Ismael an der Seitenlinie jubeln.

In der Pause wechselte Kronhardt auf acht Positionen, brachte mit Tino Schulze, Niels-Peter Mörck und Philip Schubert auch das am ersten Rückrundenspieltag gesperrte Trio. "Wir hatten nun mehr Zug und mehr Aggressivität im Spiel", erkannte der Trainer eine klare Verbesserung. Bis zur 88. Minute passierte am Elsterweg nichts mehr, dann verlor Mörck als letzter Mann den Ball. Der eingewechselte Luka Tankulic nutzte den Fauxpas zum 4:1-Endstand. "Ich bin unzufrieden, aufgrund der Dinge, die ich gesehen habe. Aber daran werden wir in den nächsten 14 Tagen arbeiten", resümierte Kronhardt.

Halberstadt: P. Nagel - Baldes, Steinhauer, Büchler, Stojanovic- Fredin, Wersig, Labisch, N. Gottschick, Bolivard, Krontiris, J. Nagel (ab 46. Naumann, Georgi, Schütze, Schubert, Mörck, Seitz, Djan-Okai, Schulze)

Tore: 0:1 J. Nagel (14.), 1:1 Schulz (22.), 2:1 Scheidhauer (25.), 3:1 Scheidhauer (45.+1 Foulelfmeter), 4:1 Tankulic (88.)