Magdeburg l Bei einem Pressegespräch in der MDCC-Arena machte FCM-Sportchef Mario Kallnik deutlich, worauf es 2014/15 ankommt: "Konsolidierung und Stabilisierung sind abgeschlossen. Jetzt folgt der schwerste Schritt, die Professionalisierung. Um auch hier zu bestehen, gibt es ein klares Anforderungsprofil an die Spieler."

Kallnik, der hier von Defiziten in der abgelaufenen Saison sprach, unmissverständlich: "Das müssen Typen sein, die intellektuell mitdenken, die über die nötige körperliche Dynamik verfügen und die vor allem bereit sind, diese kontinuierlich abzurufen. Dazu gehört auch, sich technisch und taktisch zu verbessern." Das sei, so der 39-Jährige, 2013/14 gerade auswärts oftmals nicht der Fall gewesen, so dass am Ende der Rückstand auf Überraschungs-Staffelmeister TSG Neustrelitz zwölf Punkte betrug.

Einer, der dieses höhere Anforderungsprofil besitzt, ist laut Kallnik Silvio Bankert. Der 28-jährige Defensivmann, der zwischen 2008 und 2010 55 Begegnungen für die Elbestädter bestritt, kommt vom Chemnitzer FC und unterschrieb einen Dreijahres-Vertrag bis 2017. Kallnik: "Silvio ist inzwischen gereift, flexibel einsetzbar und jemand, der motivieren kann. Zu einer ambitionierten Mannschaft gehört auch, dass sie von innen Reibung erzeugt, sich gegebenenfalls auch mal die Meinung geigt. Diesbezüglich hat das jetzige Team eindeutig Nachholbedarf." Bankert selbst meinte: "Der Wechsel ist für mich kein Rückschritt, sondern eine neue sportliche Herausforderung."

"Unser neuer Trainer Jens Härtel ist die Eintrittskarte für die 3. Liga." - FCM-Sportchef Mario Kallnik

Die nächsten Neuzugänge will der Club, der sich immerhin von acht Akteuren (Danilo Dersewski, Kevin Nennhuber, Tino Schmunck, Stephan Neumann, Tobias Friebertshäuser, Florian Beil, Telmo Teixeira und Patrick Bärje) getrennt hat, in den kommenden Tagen nennen. "Es sind Spieler aus allen Mannschaftsteilen dabei", sagte Kallnik und verriet, dass vermutlich eine Position noch offen bleibt. "Unser neuer Trainer Jens Härtel will sich erst ein genaues Bild verschaffen, um dann zu entscheiden, wo wir noch einmal gezielt nachlegen müssen." Dennoch sei kein Umbruch vollzogen, sondern lediglich nachgebessert worden.

In Härtel, so Kallnik, habe der FCM für die hohen Ziele genau den richtigen Trainer gefunden. "Er ist die Eintrittskarte für die 3. Liga! Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass wir uns in Zukunft eher von Spielern trennen als den Trainer in Frage zu stellen", lehnte sich der Sportchef weit aus dem Fenster. Und: "Er hat klare Strukturen, weiß, wie man mit der entsprechenden Physis dominanten Fußball spielt und ist wie beim Berliner AK in der Lage, auch mit geringen finanziellen Mitteln Erfolge zu erzielen."

Unterstützt werden soll Härtel dabei nicht nur vom neuen Co-Trainer Ronny Thielemann, sondern auch von einem hauptamtlichen Torwart-Coach, der allerdings nicht nur für die erste Männermannschaft verantwortlich zeichnet, sondern übergreifend für alle Teams zur Verfügung steht. Einen Namen wollte Kallnik allerdings noch nicht nennen.

Apropos Torhüter: Wie es aussieht, erhält selbst Stammkeeper Matthias Tischer in der neuen Saison Konkurrenz. Kallnik: ",Tischi` hat vor allem im Landespokalfinale gegen den HFC überragend gehalten. Es bleibt allerdings auch festzuhalten, dass seine Leistungskurve in dem Moment steil nach oben zeigte, als der Name Jan Glinker fiel." Der Ex-Torwart von Union Berlin hat sich beim FCM ins Gespräch gebracht.

Bilder