Zu den aktiven Vereinen in Harsleben gehören die Hundesportler. Sie treffen sich jeden Mittwochabend. Sonntags ist gemeinsames Training auf dem Vereinsgelände angesagt.

Harsleben l Es ist schon spannend anzusehen, wie gut sich fremde Hunde im Training aufeinander einstellen können. Das wird jeden Sonntagvormittag auf dem Vereinsgelände in Richtung Wegeleben geübt. Herrchen und Frauchen marschieren mit ihren Lieblingen in einer Reihe und müssen - auf Kommando von Trainer Edgar Nagel - auch einen Slalomgang vorbei an den fremden Tieren absolvieren.

Immer wieder werden Kommandos geübt, mancher Hund muss auch deutlich an seine Pflichten zum Gehorchen erinnert werden. "Um Hundetrainer zu werden, musste ich ein Vierteljahr zur Schulung und alle drei Jahre gibt es eine Wiederholungsprüfung", berichtet Edgar Nagel. Hauptberuflich befasst er sich im Ort mit Landmaschinen.

Sonntags geht es mit dem vierjährigen Adel-Terrier zum Training. Auch Vereinsvorsitzender Klaus Stockmann sowie seine Stellvertreterin Denise Rebettge-Gillert sind im Besitz eines Trainerscheins. "Mittwochs treffen sich in unserem Vereinsheim meist die Rentner zum Plaudern", so Stockmann. Der Verein besteht mittlerweile 32 Jahre und seit über 25 Jahren ist Nagel schon Vorsitzender.

Rund 20 Aktive sowie einige passive Mitglieder gehören zum Verein. "Wir wollen keinen Druck ausüben, jeder entscheidet selbst, was er machen will", betont der Vorsitzende. Die Hundefreunde sind ins Harslebener Vereinsleben eng eingebunden. Gegenwärtig wird mit dem Stapeln der Weihnachtsbäume beispielsweise schon das Osterfeuer vorbereitet.

Eine besonders enge Zusammenarbeit gibt es mit der Seniorengruppe der Volkssolidarität und mit dem örtlichen Spielmannszug. "Das nächste Sommerfest findet wieder bei uns statt", kündigt Stockmann an. Er habe auch mal eine Nachtübung mit den Hunden angeboten. Seiner Meinung nach könnten noch mehr Hundefreunde an solchen Aktionen teilnehmen. Schließlich gebe es genug Tiere im Ort. Der Verein gehört auch zu den Begründern des Weihnachtsmarktes auf dem Kirchhof.

Im Gegenzug freuen sich die Hundefans über die Unterstützung ihrer Arbeit. Fleischer Stefan Pollock fördert den Verein ebenso wie die Jugendfeuerwehr und die Tierproduktion in Harsleben.

Zur Vereinsarbeit gehören auch Arbeitseinsätze. Das Vereinshaus wurde in den vergangenen Jahren ausgebaut. Mindestens 20 Stunden im Jahr sollte jedes Mitglied einsetzen, um den Rasen zu mähen, den Zaun zu reparieren oder wie jüngst beim Einbau neuer Toiletten zu helfen, skizziert Vereinschef Stockmann.

"Jeder, der an einer Mitarbeit Interesse hat, kann ein Vierteljahr lang unverbindlich zum Training kommen", betont der Vereinsvorsitzende. "Hund und Besitzer haben dann Bewegung und lernen so einiges", sagt Stockmann. Er selbst habe erlebt, wie so ein klassischer Stubenhund im Freien wieder ein ganz dichtes Fell bekam.

Die ganze Arbeit diene letztlich der Sozialisierung der Hunde, diese würden auf dem Platz ein ganz anderes Verhalten lernen, hebt der Vereinsvorsitzende hervor. "Auch ein Dackel kann durchaus zum Kampfhund werden. Es ist nur eine Frage der Erziehung", sind sich die Hundesportler sicher. Auch in der Therapiearbeit mit behinderten Mitmenschen leiste der Verein seinen Beitrag, so Nagel.

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