Ingolstadt l Es sah zwar lange nicht danach aus, doch der FCM hat im Audi-Sportpark dieses Mal ein Gegentor kassiert und das Drittliga-Duell beim FC Ingolstadt mit 0:1 (0:0) verloren. Ausgerechnet ein Eigentor von Korbinian Burger (85.) sorgte für die späte die Entscheidung. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Jürgen Gjasula mussten die Blau-Weißen lange zittern (25.), konnten das torlose Remis aber nicht über die Zeit retten.

Bereits im ersten Spiel der englischen Woche rotierte FCM-Trainer Thomas Hoßmang etwas. Für Brian Koglin, Adrian Malachowski und Dominik Ernst rückten Alexander Bittroff und Gjasula – erstmals nach seiner Suspendierung – sowie Florian Kath in die Startelf. Für den 26-jährigen Angreifer war es das Startelfdebüt in dieser Saison.

FCM spielerisch verbessert

Und Kath integrierte sich direkt gut in die durchaus mutige Offensive des FCM im 4-3-3-System. Die Gäste hatten in der Anfangsphase mehr vor Spiel und präsentieren sich im Vergleich zum 1:1 in Kaiserslautern spielerisch verbessert. Die erste Chance im Spiel war dann auch gleich Kath vorbehalten, der von den Strafraumkante in die lange Ecke schlenzte, doch FCI-Torwart Fabijan Buntic passte auf (13.). Nur zwei Minuten später scheiterte die Freiburger Leihgabe erneut nur knapp am Keeper.

Die Magdeburger hatten das Spiel in der Hand, die neuen Spieler integrierten sich gut. Doch für Gjasula war die Rückkehr schnell beendet. Erst kam der 34-Jährige gegen Marc Stendera zu spät und sah Gelb (22.), drei Minuten später gegen Marcel Gaus, was für ihn Gelb-Rot bedeutete (25.). Schiedsrichter Lars Erbst hätte dabei durchaus mehr Fingerspitzengefühl beweisen können, immerhin waren es bis dahin die einzigen beiden Fouls in einem fairen Spiel.

Danach wurde die Partie hitziger, die Fouls härter. Und beim FCI verletzte sich in einem Zweikampf mit Kath Dominik Franke, der ausgewechselt werden musste. Auch in Unterzahl gab der FCM das Spiel aber nicht aus der Hand. Im Gegenteil: Weiterhin waren die Gäste offensiv präsent, ohne sich jedoch eine große Chance auf die Führung herauszuspielen. Ein Schuss von Thore Jacobsen (41.) war erneut kein Problem für Buntic. Auch die Ingolstädter kamen bis zur Pause öfter in den Strafraum, es fehlten aber ebenfalls die entscheidenden Ideen.

Aus der Pause kamen beide Teams unverändert und auch das Spiel blieb ausgeglichen. Chancen blieben Mangelware, Szenenapplaus von der Trainerbank gab es eher für Defensivaktionen wie einer gelungenen Grätsche von Raphael Obermair (56.).

FCM kämpft aufopfernd

Trotz einiger Wechsel – unter anderem kam Sirlord Conteh für den erneut an der Leiste angeschlagenen Kath – schwanden beim FCM sichtlich die Kräfte. Die Schanzer wurden offensiv präsenter und drückten auf das Führungstor. Doch die zehn Magdeburger verteidigten aufopferungsvoll und ließen kaum Chancen zu. Die erste gute Möglichkeit für den FCI hatte dann jedoch Caniggia Elva aus der zweiten Reihe, der jedoch nur den Pfosten traf (68.). Stendera scheiterte kurz danach an FCM-Keeper Morten Behrens.

Beim FCM gab es kaum noch Entlastung, viel mehr hatten die Gastgeber weitere Chancen. So zimmerte Elva den Ball knapp am Tor vorbei (81.). Ausgerechnet ein Eigentor sorgte dann für die Entscheidung. Behrens rettete gegen Dennis Ayensa, doch der Ball prallte von Korbinian Burger anschließend unglücklich ins eigene Tor.