Magdeburg l Tobias Schwede sprintete über gut 80 Meter und „chippte“ den Ball in der Nachspielzeit aus spitzem Winkel mit seinem starken linken Fuß über den heran- stürzenden Daniel Baier zum 2:0 im DFB-Pokal gegen Bundesligist FC Augsburg ins Tor. Aus ähnlicher Position hatte der Linksfuß schon zuvor im Punktspiel gegen Würzburger Kickers (2:1) getroffen und den „neuen Schwede“ gezeigt.

Nach einer etwas schwächeren Rückrunde 2016/17 hat sich der 23-Jährige in den ersten Spielen der neuen Saison in guter Verfassung zurückgemeldet, macht auf der linken Seite mit seinem Partner Michel Niemeyer (3 Tore) ordentlich Betrieb. Dabei hilft dem Linksfuß auch eine neue Rolle: Schwede darf deutlich offensiver als in der Vergangenheit spielen.

„Ja, das stimmt absolut. In der vergangenen Saison habe ich meistens hinter Michel gespielt. Jetzt lässt mich der Trainer vor ihm spielen. Ich bin auf der Seite flexibel einsetzbar – und ich spiele da, wo mich der Trainer einsetzt“, macht der ehemalige Bremer vor dem Wiedersehen mit Werder II (Sonnabend, 14 Uhr, MDCC-Arena, live auf telekom.de) aber kein großes Aufsehen um seine veränderte Rolle.

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„,Tobi‘ muss jetzt dran bleiben. Er ist einer unserer schnellsten Spieler, muss noch öfter den Ball in der Bewegung fordern. Immer wenn er das gemacht hat, ist er auch torgefährlich geworden“, lobt Härtel seinen Spieler, der Mitte 2016 nach Magdeburg kam und im Frühjahr seinen Vertrag bis 2018 verlängert hat.

Schwede hat den Wechsel nach Magdeburg bislang nicht bereut. „Es war der richtige Schritt. In Magdeburg hat man sehr gute Bedingungen und ein sehr gutes Umfeld, bislang konnte ich auf meinem Weg voranschreiten“, sagte der Mann mit der Nummer 15. „Die Mannschaft hat die Neuzugänge sehr gut integriert. Insgesamt haben wir einen Qualitätszuwachs zu verzeichnen“, so Schwede, der hofft, mit breiter Brust auch im Spitzenspiel (Dritter gegen Vierter) gegen Werder Bremen II zu bestehen. „Ich bin da positiver Dinge, dass wir Werder wieder knacken können.“ Und wenn dem neuen Schwede wieder ein Tor gelingt, wäre das das i-Tüpfelchen...

Der FCM weist darauf hin, dass das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit seinem Urteil vom Donnerstag (Umwandlung eines Teilausschlusses auf Bewährung in 12 000 Euro Geldstrafe) auch umfangreiche Auflagen zum Verkauf von Auswärtstickets aufgehoben hat.

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